Gemeinde Altenstadt zeichnet Dobrindt aus

Goldener Ehrenring für den Minister

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Eintrag ins Buch der Gemeinde nach der Verleihung von Urkunde und Ehrenring: Alexander Dobrindt mit Bürgermeister Albert Hadersbeck, dessen Vertreter Sepp Reich sowie den Kommandeuren Christian Schoebel Stützpunkt (Luftlande/Lufttransport) und Roland Pietzsch (Ausbildungsbataillon).

Altenstadt – Den Goldenen Ehrenring von Altenstadt – das ist die höchste Auszeichnung, die von der Gemeinde vergeben wird – hat Bürgermeister Albert Hadersbeck am Freitagabend an Bundesminister Alexander Dobrindt verliehen. Damit wurde der maßgebliche Beitrag des Bundestagsabgeordneten aus Peißenberg für den Erhalt der Franz-Josef-Strauß-Kaserne und für den Fortbestand der Luftlande- und Lufttransportausbildung in Altenstadt gewürdigt.

 Der langjährige Altenstadter Gemeinderat Michael Dulisch bekannte, nachdem er bei der Feier im Pfarrsaal Alexander Dobrindt die Hand geschüttelt hatte, mit einem leichten Grinsen, dass er wohl der einzige sei, der am selben Abend gleich zwei Verkehrsministern begegne.

Der erste Termin war freilich in Kempten, wo Dulisch bei der Dekra arbeitet und beruflich als Anlieger zugegen war, als der bayerische Innenminister und Verkehrsminister Joachim Herrmann die Nordspange freigegeben hatte. Die zweite Begegnung war zwei Stunden später der Festakt mit der Auszeichnung für Bundesverkehrsminister Dobrindt in Altenstadt.

Ebenso wie Dulisch waren zahlreiche Gemeinderäte und Ehrenringträger zugegen, als Bürgermeister Hadersbeck an Dobrindt den Ring und die Urkunde übergab. Der Minister und Wahlkreisabgeordnete zeigte sich gerührt; es sei „in der Tat einer der schönsten Momente, die man erleben kann“, bekannte er vor den 30 Gästen, zu denen auch Oberstleutnant Roland Pietzsch vom Ausbildungsbataillon 3 sowie Oberstleutnant Christian Schoebel vom Ausbildungsstützpunkt Luftlande/Lufttransport gehörten. Sie sind erst seit Sommer beziehungsweise Herbst die Kommandeure dieser Einheiten in der Franz-Josef-Strauß-Kaserne.

Auf Nachfrage des Kreisboten sagte Dobrindt, es sei die erste Auszeichnung dieser Art, die er von einer Stadt oder Gemeinde im Wahlkreis Weilheim, der von Mittenwald bis Kaufering reicht, bekommen habe. Die Bedeutung der Kaserne sei für die Gemeinde Altenstadt „außerordentlich groß“ Auf der anderen Seite sei wohl der Rückhalt für die Bundeswehr „an kaum einem anderen Standort so fest“. In den vergangenen Jahren sei der Standort Altenstadt gegenüber fünf Verteidigungsministern „verteidigt“ worden, erklärte Dobrindt auf der Feier.

Er blickte zurück auf den 27. Februar, als verkündet wurde, dass die Fallschirmjägerausbildung in Altenstadt verbleibt. Damit habe der Standort nun eine „größere Standortperspektive als wir sie je hatten.“

Ob das im Einzelfall militärische zivile Mitarbeiter auch so sehen, die wegen der Reduktion der Schule auf einen Ausbildungsstützpunkt ihren Dienstposten in der Franz-Josef-Strauß-Kaserne aufgeben müssen? Nur ein Beispiel ist, dass ein Bediensteter des bisherigen Fachmedienzentrums, der in Schongau wohnt, einen Job 150 Kilometer entfernt bei der Bundeswehr in Ingolstadt antritt.

Hintergrund ist, dass die bisherige Luftlande- und Lufttransportschule in Altenstadt bis zum 31. Dezember 2015 zum Ausbildungsstützpunkt umgegliedert und in der personellen Stärke deutlich reduziert wird. Es verbleiben noch drei Inspektionen (der Kreisbote berichtete). Vorgesehen sind zirka 230 Dienstposten und zirka 180 Lehrgangsteilnehmer. Unterstellt ist der Stützpunkt Altenstadt dem Ausbildungszentrum Infanterie in Hammelburg.

Bürgermeister Hadersbeck rief die vielen „Wochenendgespräche“ mit Dobrindt in Erinnerung, sei es an dessen Wohnort in Peißenberg oder im Anschluss an Vorstandssitzungen der CSU. Durch den Einsatz des Politikers sei es zu vielen und wichtigen Kontakten nach Berlin gekommen – insbesondere zu Christian Schmidt, der bis Herbst 2013 Staatssekretär im Verteidigungsminister war und nun als Minister (zuständig für Landwirtschaft und Verbraucherfragen) ebenso wie Dobrindt dem Bundeskabinett angehört. Schmidt sei auch zweimal in Altenstadt vor Ort gewesen.

Hadersbeck fügte hinzu, in den vergangenen Jahren sei – insbesondere nach dem Herbst 2011, als die Verlagerung der Fallschirmjäger-Ausbildung nach Oldenburg bekanntgegeben wurde – das Bohren dicker Bretter notwendig gewesen. Und mit den Worten eines Militärs setzte er noch den Satz drauf, man habe „an allen Fronten“ gekämpft. Das Ergebnis sei, dass das Potenzial der Kaserne nun ausgeschöpft sei.

Den Goldenen Ehrenring vergibt die Gemeinde Altenstadt seit 50 Jahren. Bisher ist er an 22 Männer und eine Frau (Ute Baar) verliehen worden. Davon leben noch acht. Alexander Dobrindt (45) ist mit Abstand der jüngste im Kreis der Ehrenringträger. An zweiter Stelle folgt altersmäßig Msgr. Alois Linder, von 1980 bis 1996 Pfarrer in Altenstadt, mit 68 Jahren; an dritter Stelle Ute Baar (72), die 30 Jahre dem Gemeinderat angehört hatte.

Joahnnes Jais

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