Größter Solarpark im Landkreis beschlossen:

Solar-Eldorado Sachsenried

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Die Energiebauern GmbH hat bereits zahlreiche Photovoltaik-Projekte, wie hier in Vierkirchen, gestemmt. Die Sachsenrieder Fläche hält ihr Geschäftsführer für ideal.

Schwabsoien – Acht Millionen Kilowattstunden an Strom. Das ist die stolze Zahl, die der künftig größte Solarpark im Landkreis liefern könnte. Am Montag entschied sich der Schwabsoier Gemeinderat einstimmig dafür, das ambitionierte Projekt, das nahe Sachsenried Gestalt annehmen soll, gemeinsam mit der Energiebauern GmbH auf den Weg zu bringen.

Deren Geschäftsführer Sepp Bichler will in dem 17 Hek­tar großen Areal nördlich von Dietl­ried einen „wirklich idealen“ Standort ausgemacht haben. Schwabsoiens Bürgermeister Siegfried Neumann weiß um die Vorzüge des Areals: „Durch unsere Höhenlage sind wir meist über der Nebel­grenze.“ Im Landkreis rangiere seine Gemeinde in Hinblick auf die Sonnenstunden weit vorne. Weiterer wichtiger Pluspunkt: Das Grundstück liegt versteckt hinter einem Höhenzug, von drei Seiten grenzt Wald an. Deswegen ist es kaum einsehbar, die optische Wirkung auf die reizvolle Landschaft hält sich in Grenzen.

Durch die erschwerte Zufahrt und weil der Boden ertragsschwach ist, gilt das Grundstück als für die Landwirtschaft wenig geeignet. Erst das erlaubt, die Fläche für die Energiegewinnung durch Photovoltaik zu erschließen. Doch weil diese rechtlich keine Privilegierung genießt, war das grüne Licht seitens des Gemeinderats unumgänglich.

Und das kam, einstimmig sprach sich das Gremium dafür aus, Flächennutzungs- sowie Bebauungsplan entsprechend überarbeiten zu lassen. „Wir wollten das Zeichen setzen, dass wir geschlossen dahinter stehen“, so Neumann.

Sehr zur Freude Bichlers, dessen Unternehmen das fünf Millionen teure Unterfangen komplett allein stemmt und damit auch die Risiken und Vorkosten übernimmt. „Wir pachten, planen, bauen und betreiben selbst – das ist unser Geschäftsmodell“, erläutert er.

Um zu garantieren, dass die anfallende Gewerbesteuer nicht aus Schwabsoien abfließe, werde eine eigene Gesellschaft mit Sitz im Ort gegründet. Bei Interesse könnten Gemeinde und Grundstückseigentümer sich weitergehend beteiligen. „Diese Entscheidung ist aber noch offen“, so Bichler.

Rasso Schorer

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