Innenentwicklung und Flächensparen

So will Altenstadt mit seinen Flächen umgehen

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Wie auch andere Gemeinden weist Altenstadt mit dem Ziel des Flächensparens sehr zurückhaltend neue Baugebiete aus und setzt auf bebaubare Flächen innerorts. Neben der Eindämmung des Landverbrauchs soll damit auch die Innenentwicklung der Gemeinde belebt werden.

Altenstadt – Um den Flächenverbrauch bei Baumaßnahmen einzudämmen, wird in Bayern schon seit Jahren verstärkt die Innenentwicklung der Kommunen betrachtet. Diese Thematik war nicht das erste Mal ein Punkt bei der jüngsten Gemeinderatssitzung in Altenstadt. Bürgermeister Albert Hadersbeck verdeutlichte dies mit dem Hinweis für die hierzu durchgeführte Klausur. Und er wies darauf hin, dass man zurückhaltend neue Baugebiete ausgewiesen und Möglichkeiten untersucht habe, welche Flächen innerorts bebaubar sind beziehungsweise welche man weiterbauen oder ausbauen kann.

Im Zusammenschluss mehrerer Orte im Auerbergland hat die Gemeinde bei Klausuren die Möglichkeiten des Flächensparens an Diskussionen teilgenommen und an der Erstellung einer Datenbank mitgewirkt, mit deren Hilfe man Freiflächen im Ort ermitteln und gegebenenfalls als Bauland im Innenbereich nutzen kann. Allein schon, weil die Datenbank immer auf den neuesten Stand zu halten ist, möchte der Bürgermeister an den gemeinsamen Aktivitäten mit den anderen Orten festhalten. Der gesamte Gemeinderat war sich einstimmig einig, bei der künftigen Vergabe von Bauland immer erst Möglichkeiten im Innenbereich zu betrachten und somit die Innenentwicklung zu beleben.

Aber nicht nur neuer, sondern auch bereits bestehender Wohnraum soll betrachtet werden. In der Gemeinderatssitzung wurde daran gedacht, zur Unterstützung zum Beispiel einmal im Monat Beratungsangebote durch einen Architekten in einem Büro im Rathaus anzubieten. Auch Erstberatungen und Informationsabende für ältere Hausbewohner, die mitunter allein und aufgrund des früher mit viel mehr Familienangehörigen genutzten Wohnraums erheblichen Leerstand in den eigenen vier Wänden haben, soll es geben.

Diese könnten individuell beraten werden, durch entsprechende Umbaumaßnahmen für einen Teil ihres Wohnraums die Nutzung durch Dritte zu ermöglichen. Oder aber durch einen Umzug in eine kleinere Wohnung den jetzigen Wohnraum gleich mehreren Personen zur Verfügung zu stellen. Ganz unverbindlich wurden auch Gedanken zu möglichen Umzugszuschüssen diskutiert. Hierzu, so der Bürgermeister werde es einmal eines Koordinierenden bedürfen, der über den gesamten Zeitraum eines solchen Projektes direkter Ansprechpartner ist und bei Bedarf vermittelnd unterstützt.

Wegen der noch vielen offenen Fragen, wie zum Beispiel der Haftung bei Unfällen ehrenamtlicher Umzugshelfer besteht für die erdachten Modelle mitunter noch viel Klärungsbedarf. Auch wird man die Modelle umliegender Gemeinden weiterhin betrachten und diese umfassende Thematik zu späterer Zeit wieder auf die Tagesordnung nehmen, so der Bürgermeister. Wichtig sei ihm, dass die Bürger sehen, dass ihre Gemeinde sich mit diesem Thema angemessen befasst.

mel

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