Gemeinderatssitzung:

Neues zur Erweiterung der Hohenpeißenberger Kindertagesstätte

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Geklärt wird auch, ob die Kinder den Spielplatz, der im grünen Kragen entsteht, neben dem bereits bestehenden Kindergartenspielplatz nutzen könnten.

Hohenpeißenberg – Bürgermeister Thomas Dorsch hat mit 96,5 Prozent ein hervorragendes Ergebnis eingefahren. Vor der Wahl am Sonntag, bei der er als einziger Kandidat für den Sessel des Rathauschefs antrat (mehr zu den Wahlen auf Sonderseite 7 unserer heutigen Mittwochsausgabe), stand Anfang März noch eine Gemeinderatssitzung an. Neben reichlich Zahlenwerk, darunter die Jahresrechnung 2018, ging es auch um die Zukunft der Kinderbetreuung.

In der Sitzung am ersten Märzmittwoch wurde die Jahresrechnung 2018, entsprechend der Empfehlung des Rechnungsprüfungsausschusses, festgestellt. Als förmlicher Abschluss des Rechnungslegungsverfahrens erfolgte die Entlastung der Gemeindeverwaltung mit ihrem Leiter Bürgermeister Dorsch. Damit wird die Haushalts- und Wirtschaftsführung gebilligt.

Des Weiteren nahm das Gremium die Bilanz und Erfolgsrechnung 2017 für das Wasserwerk, erstellt durch den Bayerischen Kommunalen Prüfungsverband, zur Kenntnis. Der Bürgermeister betonte, dass es essentiell sei, dass die Wasserversorgung in kommunaler Hand bleibt.

Der nächste Tagesordnungspunkt war die Erweiterung der Kindertagesstätte in der ehemaligen Sparkasse. Hier wurde der Auftrag für die Umbaumaßnahmen einstimmig vergeben. Neben der Kinderkrippe, die im ersten Stock eingerichtet wurde, soll nun das gesamte Gebäude umgebaut werden. Geplant ist die Etablierung einer Regelgruppe, weiter sollen ein Bewegungsraum, Personalnebenräume und ein Windfang als Verbindung zwischen den Stockwerken und als Abstellmöglichkeit für Kinderwagen entstehen. Falls nötig wäre ein kleiner Anbau denkbar. Aufgrund der Hanglage können auch die nach Süden offenen Kellerräume genutzt werden. Noch nicht letztendlich geklärt ist die weitere Verwendung des Tresorraumes. Dieser muss erhalten bleiben, da der Rückbau so teuer wäre, dass sich dann das Nutzen des Bestandsgebäudes nicht mehr rechnen würde. Geklärt wird auch, ob die Kinder den Spielplatz, der im Grünen Kragen  um das Schächengebäude in der Ortsmitte entsteht, neben dem bereits bestehenden Kindergartenspielplatz nutzen könnten.

Die dortigen Maßnahmen haben vergangene Woche begonnen. Los geht es mit der Neugestaltung des Obstgartengeländes, dann wird der ehemalige Biergarten und zum Schluss der Aktivbereich mit Kinderspielplatz umgestaltet. Die Hauptarbeiten dauern bis Ende Juli, „mit den Rest- und Pflanzarbeiten wird die Maßnahme im Oktober 2020 abgeschlossen werden“, schilderte Bürgermeister Thomas Dorsch. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 770.000 Euro, wobei ein Zuschuss über 470.000 Euro aus den Mitteln der Städtebauförderung von Bund und Land stammt.

Im weiteren Verlauf genehmigte der Gemeinderat mehrere Bauanträge einstimmig, die alle bereits den Bauausschuss durchlaufen hatten. Für den Bau eines Wohnhauses in der Hauptstraße fordert das Landratsamt einen Garagenanbau, der geringen Abstand zum Gehweg haben wird und mit heimischen Gehölzen begrünt werden soll.

Auch der Anbau an ein Bestandgebäude im Eierbach, in dem ein Pool entstehen soll, stieß auf keine Gegenstimme. Eine Bauvoranfrage in der Füssener Straße wurde insgesamt befürwortet, wobei hier noch Änderungen im Bereich der Garagen und Stellplätze vorgenommen werden müssen. In der Spitzwegstraße ist der Bau eines Doppelhauses geplant.

Für den Bau eines Wohnhauses in der Schnalzbergstraße wurde eine isolierte Befreiung des Bebauungsplanes einstimmig befürwortet. Das Antragsverfahren wird ans Landratsamt weitergeleitet. Ebenso wurde ohne Gegenstimme die isolierte Befreiung vom Bebauungsplan in der Alpenstraße abgesegnet. Hier soll ein Gartenhaus mit WC, Küche und Ofen entstehen. Keine isolierte Befreiung war im Bereich zwischen Lindenweg und Hauptstraße möglich. Hier wurde die Änderung des gesamten Bebauungsplanes durch übergeordnete Behörden ermöglicht, der Gemeinderat stimmte einstimmig zu. Einstimmig abgelehnt wurde ein Bauvorhaben in der Füssener Straße, das zum wiederholten Mal vorlag. Da zuletzt keine Überarbeitung vorgenommen wurde, wurde es erneut abgelehnt.

Zum Abschluss der Sitzung gab Bürgermeister Dorsch noch bekannt, dass am 22. April die Haushaltssitzung stattfindet. In dieser legt der alte Gemeinderat den Haushalt fest, mit dem der neue ab dem 1. Mai, arbeiten wird. 

sl/kb

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