Geplantscht wird seit zehn Jahren

So sahen die Anfänge im Schongauer Freibad aus. Foto: Hack

Das Erlebnisbad Plantsch wird zehn Jahre alt. Gefeiert wird das runde Jubiläum gleich zwei Mal: am 6. sowie am 10. Dezember. Grund genug für Schwimmbadleiter Andreas Kosian im Gespräch mit dem KREISBOTEN interessante Einblicke in die Schongauer Bäder-Geschichte seit 1968 zu gewähren.

Kosian, der das Bad seit 2005 leitet, war noch gar nicht auf der Welt, als die Stadt 1968 mit dem Bau eines Hallenbads begann. Sieben Jahre später folgte bereits der Bau des Freibads. Die Anlage hieß damals „Bade- und Freizeit-Zentrum“. Für heutige Verhältnisse war jedoch noch kaum etwas geboten: Neben den Schwimm-becken gab es nur eine kleine Rutsche. „Trotzdem kamen pro Tag bis zu 2000 Besucher,“ weiß Kosian. Über die Jahre nagte jedoch auch am Schongauer Schwimmbad der Zahn der Zeit, weshalb die Stadt 1998 vor der Frage eines Neubaus stand. Anfang 2000 einigten sich die zuständigen Gremien schließlich auf die Sanierung des zwischenzeitlich geschlossenen Bades. Bereits im Juli erfolgte der Spatenstich, am Nikolaustag 2001 öffnete das Plantsch erstmals seine Pforten. Vom alten Schwimmbad ist wenig geblieben. Alles was heute übrig ist, sind einige versteckte Rohre, eine handvoll tragender Wände und ein Mitarbeiter. Michael Reinartz war damals Bademeister und ist es heute immer noch. Liebevoll heißt er im Plantsch der „Schwimmbad-Dinosaurier“. Reinartz ist der einzige, der noch über die alten Pläne und versteckten Rohre Bescheid weiß. Der wichtigste Besuchermagnet des heutigen Bades ist laut Schwimmbadchef neben Spaß-machern wie der Reifen-Rutsche oder dem Beachvolleyballplatz der Wellness-Faktor. Die Sauna lockt mit vielseitigem Angebot zahlreiche Gäste und soll daher im kommenden Jahr vergrößert werden (der KREISBOTE berichtete). Am 6. Dezember ist der eigentliche Geburtstag des Freizeitbades. Dazu finden Technikführungen statt, die einen Blick hinter die Kulissen des Badbetriebes ermöglichen. Außerdem können Schwimmer ein besonderes Abzeichen erwerben, das es so heute kaum noch gibt: das Stundenschwimmer- oder Totenkopfabzeichen. Der Leiter des Plantsch, Andreas Kosian, freut sich schon jetzt: „Das Abzeichen ist so beliebt, sogar aus Österreich und bis aus der Schweiz reisen Leute an, um mitzuschwimmen.“ Weil der richtige Geburtstag unter der Woche ist, wird am Samstag, 10. Dezember, noch einmal gebührend mit einem Familientag nachgefeiert. Dann locken Geschicklichkeitsspiele und Glücksspielstationen für die Besucher. Als Preis winkt unter anderem eine von Landrat Friedrich Zeller gesponserte Saisonkarte. An diesem Tag ist das Bad bis 1 Uhr nachts geöffnet, es findet die Saunanacht unter dem Motto „Räubersauna“ statt.

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