Hoch die Ärmel

Gewählt, um zu gestalten: Konstituierende Sitzung des neuen Bernbeurer Gemeinderats

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Karl Schleich leitete seine erste Sitzung als Bürgermeister. Dabei stand auch die Wahl seiner Stellvertreter an.

Bernbeuren – Karl Schleich will die Ärmel hochkrempeln. Genau das tat er demonstrativ, ehe er den offiziellen Teil seiner ersten Gemeinderatssitzung als Bernbeurens Bürgermeister begann. In der Auftaktsitzung des Gremiums wurde zudem Josef Köpf als erster Bürgermeisterstellvertreter gewählt. Er war in der Stichwahl um das Amt des Gemeindeoberhaupts Ende März Schleich unterlegen.

„Wir sind gewählt um zu gestalten, Probleme zu lösen und neue Lösungsstrategien zu finden und das Beste für Bernbeuren zu erreichen.“ Mit diesem Satz stellte Schleich klar, was die 14 zum Teil neu gewählten Gemeinderäte erwartet. Beziehungsweise auch, was die Bernbeurer Bürger künftig erwarten dürfen.

In Zeiten der Gesundheitskrise wird selbst eine Gemeinderatssitzung zu einem besonderen Ereignis: So tagte das Kommunalparlament in der Auerberghalle, um insbesondere den Abstands- und Hygieneregeln zu genügen. Und so stand auch Karl Schleich zwar inmitten seiner Gemeinderäte, aber mit einem deutlichen Abstand zu ihnen, als er die konstituierende Sitzung eröffnete und nicht nur verbal klarmachte, was vom neuen Gemeinderat, ebenso wie dem Bürgermeister zu erwarten ist.

Gewählt um zu gestalten und das Beste zu erreichen, so gab Schleich das Ziel vor, das er künftig gemeinsam mit Josef Köpf und Kathrin Zillenbiehler (beide UWG) umsetzen wird. Beide setzen sich jeweils deutlich gegen die Mitbewerber durch, wobei kritische Stimmen angemerkt hatten, dass doch der Gemeinderat „gewählte Kompetenz genug“ sei und es keines zweiten Stellvertreters für Schleich bedürfe.

Erstmals ist das Gemeinderatsgremium auf zwei Gruppierungen verteilt. Neben der Unabhängigen Wählergemeinschaft Bernbeuren (UWG) war auch die Wählergemeinschaft Lebendiges Bernbeuren (WLB) um Karl Schleich bei den Wahlen angetreten. Für den neuen Rathauschef aber kein Problem, es werde nur den Gemeinderat und keinerlei Konkurrenz innerhalb des Gremiums geben, versprach er. Was sich dann auch bei der Stellvertreterwahl rasch zeigte.

Zuvor aber war Schleich vom ältesten Gemeinderatsmitglied Dr. Rupert Holzamer vereidigt worden. Ebenso wie die weiteren sechs neuen Gemeinderäte: neben Köpf und Zillenbiehler auch Richard Weiher und Alexandra Sturm (beide UWG) sowie die WLB-Mitglieder Michael Kohler, Dagmar Angerhofer und Silvia Morasch sowie Rupert Holzamer.

Veränderungen bei den Ausschüssen

Nicht nur im Gremium, sondern auch bei den Aufgaben hat sich nun einiges verändert. So regte Karl Schleich an, die Ausschüsse Soziales, Energie und Umwelt wegzulassen und sich stattdessen auf die Dorfentwicklung zu konzentrieren, was sich in der Bedeutung des Bau- und Entwicklungsausschusses niederschlagen soll. Hier gäbe es viele Aufgaben, so Schleich, insbesondere mit Blick auf den Ortskern und das Thema Schnitzerstadel, wo die Gemeinde bereits tätig geworden ist und das Areal erworben hat.

Neu ist der Wasserausschuss, den der bisherige Zweite Bürgermeister Markus Socher angeregt hatte. Mit Blick auf die Vorgänge und Probleme rund um das gemeindliche Trinkwasser, das nach Bakterienfunden gechlort werden muss, sicherlich eine vorausschauende Anregung.

Den weiteren Ausschüssen gehören (neben dem ersten Bürgermeister) Josef Köpf, Markus Socher , Oliver Sprenzel und Dr. Rupert Holzamer (Finanzen) an; den Dorfentwicklungsausschuss bilden Michael Hurm (UWG) sowie Kathrin Zillenbiehler (UWG), Markus Socher (UWG) und Michael Kohler (WLB). Im Bauausschuss sitzen Jakob Bißle (UWG), Markus Socher (UWG), Erich Kraut (UWG) und Dagmar Angerhofer (WLB). Im Wasserausschuss werden sich Richard Werther (UWG), Markus Seelos (UWG), Erwin Kraut (UWG) und Silvia Morasch (WLB) einbringen.

Oliver Sommer

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