Am Puls der Zeit

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Gaben den Startschuss für schnelles Internet in der Dießener Straße (v. li.): Bürgermeister Falk Sluyterman, Klaus Strauß, Joachim Welz (beide Telekom) und Martin Blockhaus (Breitband-Pate Stadtbauamt Schongau).

Schongau – Telefonieren und schneller als bisher im Internet surfen – das ermöglicht ab sofort die 744 Meter lange Tiefbautrasse, die im Gewerbegebiet Dießener Straße verlegt wurde. Diese überträgt künftig 200 Megabit Datenmaterial pro Sekunde.

Im November 2015 hatte Schongau den Bescheid erhalten: Mit 60 Prozent fördert der Freistaat Bayern die Verlegung des Glasfasernetzes, das in Summe etwa 104 000 Euro gekostet hat – knappe 40 000 muss die Stadt folglich für das schnelle Internet in der Dießener Straße selbst hinblättern.

Der Netzverteiler und die Breitband-Leitungen, die seit Anfang April in Schongaus ältestem Gewerbegebiet liegen, bedeuten für die ansässigen Unternehmen jedoch keinesfalls automatischen Zugang zum schnellen Netz: Jeder der 33 Anlieger im Einzugsgebiet kann entscheiden, ob er sein Grundstück an die Datenautobahn anschließen will oder nicht. Wer mitmacht, muss für die Anbindung einen einmaligen Preis von 800 Euro bezahlen. Bürgermeister Falk Sluyterman ist dennoch überzeugt, dass die meisten Anlieger auf den Highspeed-Zug aufspringen werden: „Der Festpreis wird wohl keinen abschrecken.“

Die ersten fünf Anträge für den Breitband-Zugang seien bereits eingegangen. Bis aber tatsächlich mit 200 Megabit pro Sekunde gesurft wird, vergehe noch etwas Zeit, beruft sich Klaus Strauß, Teamleiter der Telekom in Schongau, auf Erfahrungswerte seines Arbeitgebers – „etwa zwei bis drei Monate“ brauche es vom Antrag bis zur Nutzung.

Bis zum Sommer würde ferner in noch vier weiteren Schongauer Gebieten das Breitband erweitert: in der Lechvorstadt, im Schongauer Norden ums Krankenhaus, rund um das Schulzentrum sowie an der Wilhelm-Köhler-Straße. „Das Material steht bereit“, so Martin Blockhaus vom Stadtbauamt. Bis auf wenige Ausnahmen seien dann alle Schongauer Haushalte mit Breitband bedient.

Marco Tobisch

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