»Die Spreu vom Weizen trennen«

Gewerbegrund in Peiting: Vorgaben für Vergabe

Dauermilchwerk in Peiting zwischen Bergwerk- und Schönriedlstraße
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Peiting: ein ausgeprägter Gewerbestandort (Bild vom Dauermilchwerk zwischen Bergwerk- und Schönriedlstraße). Für die künftige Vergabe von Grundstücken sollen gewisse Kriterien ausgearbeitet werden.

Peiting – Es war im Sommer, da wurden Richtlinien für die Vergabe von Wohngrundstücken in Peiting und Birkland festgezurrt. Dasselbe will der Markt jetzt auch bei Gewerbegrundstücken angehen. Dadurch werde es ermöglicht, „unter den Bewerbern die Spreu vom Weizen zu trennen“, wie es Gemeinderat Norbert Merk formulierte.

„Das ist ein schöner Arbeitsauftrag für die Verwaltung“, befand Bürgermeister Peter Ostenrieder nach dem Beschluss. Der sieht vor, dass für die künftige Vergabe gemeindlicher Gewerbegrundstücke kein starres Bewerbungsschema angewendet werden soll, sondern vielmehr im Einzelfall entschieden wird – aber anhand vordefinierter Anforderungen. Die Bewerber sollen sich zu den Kriterien äußern.

Der Marktgemeinderat spricht sich auch für eine Parzellierung der Gewerbeflächen schon vor dem Bewerbungsverfahren aus. Diese Aufteilung der Grundstücke erfolgt in Abstimmung mit dem Gemeinderat. Der Vorteil ist, dass sich ein Interessent konkret auf ein Grundstück fixieren könne.

In der Vergangenheit sei die Vergabe oft problematisch gewesen, weil ohne konkrete Parzellierungen gearbeitet wurde. Die unterschiedlichen Bewerber mussten mit ihren Wünschen ähnlich wie in einem Puzzle zusammengesetzt werden. Dass habe zu zeitlichen Verzögerungen und zu Abstimmungsproblemen geführt, heißt es dazu seitens der Verwaltung.

Die Verwaltung im Rathaus hat nun den Auftrag, mögliche Bewerbungs- bzw. Vergabekriterien vorzulegen. Die Marktgemeinderäte werden daraus maximal zehn Punkte auswählen, die künftig zur Anwendung kommen sollen.

In einem zweiten Schritt soll ein Entwurf mit einem Fragebogen ausgearbeitet werden. Auch damit wird nochmals der Gemeinderat befasst. Dabei werden die Räte auch darüber entscheiden, ob und welche Auflagen im Grundstückskaufvertrag vorzusehen sind.

Es gebe schon jetzt „gute Interessenten“, führte Bürgermeister Peter Ostenrieder in das Thema ein. Wohl jeder im Gremium habe persönliche Kontakte. Doch betonte der Rathauschef: „Die endgültige Entscheidung treffen wir hier im Gemeinderat“. Man wolle „starke Informationen über den Betrieb haben und abfragen“, ergänzte der Bürgermeister noch abschließend.

Johannes Jais

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