Ein Beschluss, viele Meinungen

"Marie-Juchacz", "Fronveste" oder ganz anders? So sehen es die Schongauer Kreisboten-Leser

+
Der Stadtrat hat abgestimmt: Das Fleckchen am Münzgebäude soll „Marie-Juchacz-Platz“ heißen. Die Mehrheit der Kreisboten-Leser hätte anders entschieden.

Schongau – Wie soll der Platz heißen, der im Zuge der Sanierung des Schongauer Münzgebäudes entsteht? Bleibt es beim bereits am 26. März beschlossenen „Marie-Juchacz-Platz“ oder gibt es noch ein Umdenken zugunsten des Alternativvorschlags „Bei der Fronveste“? Diesen hatte Kreisheimatpfleger Helmut Schmidbauer ins Spiel gebracht. Das Votum im Gremium fiel recht eindeutig aus, doch der Kreisbote wollte von seinen Lesern wissen: Wie würden Sie entscheiden? Die Online-Umfrage brachte ein klares Ergebnis hervor.

Die Umfrage unter www.kreisbote.de fand Anklang. Fast 140 Abstimmungsvorgänge wurden verzeichnet. Darunter auch eigene Vorschläge der Leser: „Konradin-Platz“ nach dem letzten Staufer wünschte sich ein Nutzer und auch Nennungen wie „Welfen-Platz“, „Agnes-Weiß-Platz“ nach einer dort im Zuge der Hexenprozesse hingerichteten Schongauerin, „Münzplatz“, „Zur Münzprägung“, „Am alten Münzgebäude“ oder „Zur alten Polizeiwache“ weisen durchaus historische Anleihen auf. Pragmatischer sah es ein weiterer Voter: „Parkplatz am Stadtfriedhof“. Ein ganz anderer wollte in „Wahlkampf-Profilierungs-Platz“ den richtigen Namen gefunden haben.

Unter jenen Stimmen, die für den „Marie-Juchacz-Platz“ oder „Bei der Fronveste“ abgegeben wurden, lag letztere Option klar vorn. Circa fünf zu eins betrug das Verhältnis zugunsten Schmidbauers Vorschlag gegenüber einer Benennung zu Ehren der AWO-Gründerin.

Doch auch wenn das Thema unter anderem auch auf Face­book einige Wellen schlägt: „Schriftlich ist bei uns nichts zu dem Thema reingekommen“, sagt Bettina Schade, Geschäftsführerin der Stadt. Online-Kommentare und Umfragen im Internet veranlassen die Verwaltung nicht, sich des Themas nochmals anzunehmen. Schade verweist auf das klare Votum im Stadtrat. Dass die Diskussion nochmals eröffnet werde, sei aber nicht ausgeschlossen. „Wenn uns direkte entsprechende Rückmeldungen erreichen, machen wir uns natürlich Gedanken, wie die Verwaltung damit umgeht.“

Einen ausführlichen Artikel lesen Sie in der morgigen Samstagsausgabe des Kreisboten Schongau.

ras

Auch interessant

Meistgelesen

Tödlicher Unfall bei Altenstadt - Fahrradfahrerin stirbt
Tödlicher Unfall bei Altenstadt - Fahrradfahrerin stirbt
Was der Weihbischof zur Wiedereröffnung des Welfenmünsters in Steingaden predigt
Was der Weihbischof zur Wiedereröffnung des Welfenmünsters in Steingaden predigt
UWG Bernbeuren macht Köpf zum Bürgermeister-Bewerber
UWG Bernbeuren macht Köpf zum Bürgermeister-Bewerber
Umfrage zur Kinderbetreuung im Landkreis Weilheim-Schongau ausgewertet
Umfrage zur Kinderbetreuung im Landkreis Weilheim-Schongau ausgewertet

Kommentare