Warnung vor anhaltender Gefahr

Grillfeuer bei Böbing löst Waldbrand aus

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Insgesamt drei Hubschrauber waren bei Böbing im Löscheinsatz. Ursache für den Waldbrand am Sonntagnachmittag war wohl ein nicht ausreichend gelöschtes Lagerfeuer.

Böbing – Vermutlich ein nicht vollständig gelöschtes Grillfeuer hat am Sonntagnachmittag einen Waldbrand bei Böbing verursacht. Drei Hubschrauber und etliche Kräfte der umliegenden Feuerwehren kämpften zwei Tage lang gegen die Flammen.

Am Sonntagnachmittag erhielt die integrierte Leitstelle eine Mitteilung über eine Rauchentwicklung an der Ammerleite bei den Kalkhöhlen Holzleiten. Bei der Überprüfung wurden mehrere Brandstellen in dem schwer zugänglichen Waldgebiet festgestellt, berichtet der Schongauer Polizeichef Herbert Kieweg. Da­raufhin erfolgte die Brandbekämpfung durch die Feuerwehren Peiting, Böbing, Peißenberg und Etting sowie zwei Hubschrauber der Polizeihubschrauberstaffel Bayern und einen weiteren der Bundespolizei. Wegen der Dunkelheit wurde der Einsatz gegen 22 Uhr am Sonntag unterbrochen und am Montag gegen 6 Uhr morgens weitergeführt. Betroffen seien etwa 1.500 Quadratmeter Waldgebiet.

Es deutet alles darauf hin, dass ein nicht vollständig abgelöschtes Grillfeuer, welches in der Nähe des Brandortes gefunden wurde, brandursächlich sei, so Kieweg. Offensichtlich wurde durch den böigen Wind die Glut an der Feuerstelle neu entfacht, wodurch es zum Brand kam. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Hinweise zum Verursacher lagen nicht vor, die Polizei Schongau bittet daher um Hinweise.

Wegen der anhaltend hohen Waldbrandgefahr hatte die Regierung von Oberbayern ohnehin Luftbeobachtung angeordnet. Durch die zunehmende Trockenheit sind vor allem Wälder auf leichten sandigen Standorten mit geringem Bewuchs, sonnige Waldlichtungen und Waldränder gefährdet. Im Wald oder in einer Entfernung von weniger als 100 Metern sollte deshalb kein Feuer entzündet werden, rät Regierungssprecherin Verena Gros.

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