Große Nachfrage braucht Geduld

Bauen auf dem Hohenfurcher "Moosfeld"

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Die Planung der Grundstücke für das Baugebiet „Moosfeld“ nimmt Gestalt an.

Hohenfurch – Das Baugebiet „Moosfeld“ im Hohenfurcher Westen ist beschlossen. Für 18 Häuser mit Grundstücksgrößen zwischen 605 und 850 Quadratmetern, deren Zahl sich aber durch Eigennutzen der Grundstücks-Veräußerer reduzieren könnte. Gemeinderat Josef Schmidbauer (SPD) schilderte bei einer Begehung mit Gemeinderatskandidaten den aktuellen Stand.

„Die Planungen laufen schon seit 2001, damals war von einer Grundstücksgröße von 6.300 Quadratmetern mit einer bestehenden Bebauung mit zwei Wohngebäuden und sechs umbauten Grundstücken die Rede“, erzählte Schmidbauer. „Und auch jetzt müssen die Baugebiete noch durch die Behörden genehmigt werden“, machte er verständlich und verwies angesichts der langen Dauer auf die Deutsche Bahn AG.

Zunächst war ein kleineres Baugebiet geplant, bis man sich nach Einigung mit den Grundstücksbesitzern auf 11.200 Quadratmeter Baugrund einigte. Bis es an die Veräußerung geht, sei aber noch Geduld gefragt. Zunächst gilt es, die Erschließung voranzutreiben. Straßen, die wegen des Bahnverkehrs mindestens 30 Meter abseits der Schienen liegen müssen, Kanal, Wasserversorgung, Strom, Telefon und Internet haben Vorrang. Des Weiteren steht die Beurteilung des Denkmalschutzes bezüglich der Römerstraße aus.

Zudem ist das Einheimischen-Modell, als das das Bauvohaben deklariert war, nicht mehr aktuell. „Da sind wir an die Bestimmungen der EU gebunden.“ Alle, die noch kein Bauland haben, keine Wohnung besitzen, es sich leisten können und in Hohenfurch wohnen wollen, dürfen Hoffnungen hegen. Wobei auch nach dem Kauf der Grundstücke Auflagen zur Bebauung und zum Erhalt nötig werden. Angesichts vieler Interessenten muss der neue Gemeinderat Entscheidungen treffen.

Nach der Einigung mit der Deutschen Bahn samt vielerlei Einzelvereinbarungen wurde im September 2017 mit der vollständigen Überplanung begonnen. Auf dem Planungsgebiet befinden sich jetzt zwei bestehende Wohngebäude, eine Sperrfläche mit 30 Metern zum Gleiskörper sowie eine landwirtschaftliche Nutzfläche im Nord­osten. Die maximale Grundfläche der Häuser beträgt 150 Quadratmeter, höchstzulässig sind zwei Wohnungen je Einheit mit jeweils zwei Stellflächen. Die Firsthöhe ist mit 8 bis 8,30 Meter festgesetzt. Eine Grünordnung ist bindend. Über die Quadratmeter-Kosten der Grundstücke konnte sich Schmidbauer nicht äußern. „Die Gemeinde ist schon kräftig in Vorleistung gegangen, und weitere Ausgaben stehen bevor.“

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