Ring für Gemeindeoberhaupt

Altenstadt ehrt seinen Bürgermeister Albert Hadersbeck

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Die bei der Verleihung anwesenden Ehrenringträger: Josef Reich, Albert Herrmann, Laudator Sepp Reich, Richard Kögl, Bürgermeister und „Neumitglied“ Albert Hadersbeck, Monsignore Alois Linder, Hans Drechsler und Willi Ostler (v. links). Nicht dabei sein konnte unter anderem der Bundestags­abgeordnete Alexander Dobrindt (Peißenberg), der selbst seit vier Jahren Ehrenringträger der Gemeinde ist. Seine Anwesenheit in Berlin hatte an diesem Abend Vorrang.

Altenstadt – Ausnahmsweise war einmal nicht Bürgermeister Albert Hadersbeck der Laudator, als am Dienstagabend vergangener Woche im Altenstadter Rathaus der Goldene Ehrenring verliehen wurde. Diesmal war er es nämlich selbst, dem die höchste Auszeichnung der Gemeinde zuteil wurde.

Dem 2. Bürgermeister Sepp Reich kam die Aufgabe zu, die Lobrede auf den Rathauschef zu halten und ihm den Ehrenring nebst Urkunde zu verleihen. Er begrüßte zunächst Hadersbecks erschienene Familienangehörige. Neben Ehefrau Gabi Hadersbeck waren auch Mutter Felicitas, die Töchter Susanne und Birgit jeweils mit Gatte, Sohn Franz sowie seine Geschwister Angelika und Christian, beide ebenfalls in Begleitung der Ehepartner, zugegen.

Wenn auch nicht alle, so hatten sich doch mehrere Ehrenringträger diesen Abend freihalten können, um der feierlichen Auszeichnung beizuwohnen. Die örtlichen Gemeinderatsmitglieder sowie Mitarbeiter des Rathauses komplettierten den Kreis der Anwesenden.

Bevor Sepp Reich die Ehrenringverleihung vollzog, trug er in seiner Laudatio zum Werdegang Albert Hadersbecks vor. Dieser war mehr als 41 Jahre in der Kommunalpolitik tätig. Bereits nach zwei Jahren Gemeinderatszugehörigkeit wurde er 1990 der 2. Bürgermeister von Altenstadt.

„Im Jahr 2002 wurdest Du auf Anhieb trotz eines Gegenkandidaten zum 1. Bürgermeister gewählt, wo Du durch deine stete Ansprechbarkeit für jeden und deine freundliche, anpackende, vorbildliche und diplomatische Art fortan drei Perioden lang für Kontinuität in der Gemeindeverwaltung beitrugst. Das verdient einen hohen Respekt und eine besondere Anerkennung”, schilderte Sepp Reich. Neben Fachkompetenz und Überzeugungskraft attestierte er Albert Hadersbeck einen weit über das normale Maß hinausgehenden Einsatz für das Wohl der Gemeinde.

Dies habe Hadersbeck überdurchschnittliche Ergebnisse erreichen lassen – sowohl bei den Wiederwahlen zum 1. Bürgermeister als auch bei den Wahlen zum Kreisrat. Ferner habe er sich durch großes Können, politisches Geschick, Hartnäckigkeit, Zielstrebigkeit und seinen nimmermüden Einsatzwillen für die Gemeinde bis über die Landkreisgrenze hinaus profiliert.

Die Projekte, die Albert Hadersbeck in seiner nunmehr fast 18-jährigen Bürgermeisterzeit auf den Weg brachte, ließen sich in Kürze nicht benennen, so Reich. Als Beispiele führte er unter anderem die Dorferneuerung sowie die Schaffung von Bauplätzen in Altenstadt und Schwabniederhofen, die Renovierung des Kindergartens sowie die Renovierung einhergehend mit dem Umbau des Rathauses an. Weiterhin ging er auf Verdienste um den Hochwasserschutz, das schnelle Internet und die diplomatische Lösung beim sogenannten Stromtrassenstreit hinsichtlich des Trassenverlaufs beim Bau der 110-kV-Hochspannungsleitung ein.

Ergänzend verwies Sepp Reich auf die nicht zuletzt aufgrund der Bemühungen von Albert Hadersbeck erreichte Abwendung der im Jahr 2011 auf Grundlage einer Bundeswehrstrukturreform geplanten Verlegung der Fallschirmsprungausbildung von Altenstadt nach Oldenburg.„Miteinander, nicht gegeneinander, so verstehst Du die Politik und betreibst sie auch so”, resümierte Sepp Reich, bevor er die bereits im Juni im Gemeinderat beschlossene Würdigung vollzog.

Albert Hadersbeck war sichtlich gerührt. „Ich fühle mich schon sehr geehrt”, sagte er, ließ es sich in seiner kurzen Ansprache aber nicht nehmen, seine Würdigung als Verdienst von Vielen verstanden zu wissen. „Nur gemeinsam kann man etwas erreichen“, schilderte er seine Überzeugung. „Deshalb sehe ich das auch als gemeinsame Auszeichnung.” Der frisch Gewürdigte hatte somit in diesem Kreise genau das hervorgehoben, was er gern und mit aller Überzeugung immer gerne beschwört: nämlich die Gemeinschaft.

mel

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