Erfolgsrezept geht wieder auf

2.800 Besucher beim Böbing Openair 2019

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Die Macher Stephan Schleich, Daniel Schmid, Frank Hoffmann, Markus Wörmann, Mario Drexler, Tobias Braun (v. links) und ihre Mitstreiter dürfen auch im 33. BOA-Jahr zufrieden sein.

Böbing – Ska, Punk, Metal, Funk, Mundart-Rock: Die musikalische Bandbreite beim Böbing Openair, kurz BOA, war groß, mit einem deutlichen Fokus auf Rock. Das Erfolgsrezept ist dabei seit nunmehr 33 Jahren das gleiche: ein ganzer Ort der hinter dem Event steht, eine große musikalische Spannbreite und eine absolut friedliche und familiäre Atmosphäre.

Los ging es am Freitag um 18 Uhr mit „The Mains“, der Abend endete mit Headliner „Rainer von Vielen“. Fast, denn im Anschluss gab es noch Reggae und Dancehall von „LongDingDong

Sound“. Der Samstag begann mit dem Frühschoppen der Blaskapelle Böbing. Ab 15.20 Uhr übernahmen „IQ Zero“. Headliner an diesem Abend waren „Skaos“ – ehe das BOA mit den „Beat Bulls“ bereits wieder ausklang. Ein nahtloser Übergang zwischen den Bands wurde, in bewährter Weise, durch die zwei gegenüberliegenden Bühnen erreicht.

Durchgeführt wird das BOA vom Kunst und Krempl e. V. um Tobias Braun und Daniel Schmid. Die beiden bauen auf ein Team, das im Kern aus sechs Personen besteht und von über 60 Helfern unterstützt wird.

Wie auch in den letzten Jahren bestach das BOA durch seinen familiären Charakter. Vom Kindergartenkind, das mit Gehörschutz auf den Schultern seiner Eltern sitzt, über den Punk mit grünem Iro, bis zum Rentner – hier feiert jeder mit. So freute sich der Sänger der Band „Stepfather Fred“ zum Beispiel über einen kleinen Fan, der „das kleinste Fan T-Shirt, das wir jemals verkauft haben“ besitzt und in der ersten Reihe mitrockte. Auch die Künstler selbst sind hier präsent –und das nicht nur am Merchandise-Stand. Auf dem BOA steht man schon mal in der Pizza-Schlange neben dem Sänger, der gerade noch auf der Bühne war, oder trinkt ein Bier mit dem Ska-Punk aus Italien.

Zwei Bands waren von dort bis nach Böbing gekommen: „Skassa­punka“, die ihren Auftritt am Freitag hatten – sie rissen ihr Publikum mit Gitarre und Posaune unter anderem zu „ver-ska-ten“ Versionen von „Bella Ciao“ und „Petruschka“ mit. Und am Samstag hatten die Italiener von „Lennon Kelly“ ihren Auftritt. Posaunen waren öfters zu hören am BOA, „Rainer von Vielen“ brachten auch eine Ziehharmonika und eine Mundharmonika mit auf die Bühne.

Dass die Bands durchaus auch weite Wege auf sich nehmen ist nicht selbstverständlich, mag aber wohl auch im Charakter des BOA begründet liegen. Wie Braun berichtet, sind die Musiker immer wieder erstaunt, wie professionell es beim Festival im „kleinen Böbing“ zugeht; immer wieder werde die gute Planung und Organisation gelobt.

Insgesamt ist das BOA ein sehr friedliches und harmonisches Festival. Auch 2019 war „alles ruhig und friedlich und es gab keine Vorkommnisse“, so Braun. Er freut sich, dass das Festival, das am Freitag circa 1.300 Besucher und am Samstag ungefähr 1.500 Gäste anlockte, sich von Jahr zu Jahr weiterentwickelt. Die ganze Gemeinde Böbing stehe hinter dem BOA, so Braun, vom Bürgermeister bis zu den vielen Böbingern, die Jahr für Jahr ihre Hilfe anbieten.

Eine Besonderheit beim BOA ist es, dass die Besucher kostenlos direkt neben dem Festivalgelände campen können. Alle 1.000 Zwei-Tages-Tickets waren bereits am Freitag vergriffen und, so Braun, der Campingbereich wurde in diesem Jahr – im Vergleich zum Vorjahr – vergrößert und am Freitag gegen 16 Uhr nochmals um die gleiche Größe erweitert.

Und auch wenn es am Samstag zunächst etwas regnerisch war, vom „randvoll“ besuchten Frühschoppen mit der Blaskapelle Böbing, bis zu den „Beat Bulls“, das BOA war ein voller Erfolg. 

Susanne Löw

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