Grüne Oase im Hinterzimmer

Peitings Bürgermeister Michael Asam vor dem Gartenteich mit Elisabeth Doubrawa, die die Idee zu dem fließenden Wasserhahn hatte. Foto: Sommer

Jüngst war es endlich soweit: Nach etwas über einem Jahr Bauzeit wurde der neue Garten der Sinne an die Bewohner des AWO-Seniorenwohnheims in Peiting übergeben. Stellvertretend für den AWO-Geschäftsführer gratulierte Bürgermeister Michael Asam den Bewohnern und der Heimleitung zu der grünen Oase im „Hinterhof“ des Seniorenzentrums. Gebaut wurde der Garten von Arbeitslosen, die für dieses Projekt der Arbeit ausgewählt worden waren.

Eigentlich hätte die Übergabe des Gartens in selbigem stattfinden sollen. Doch die Redner mussten mit dem kleinen Anbau vorlieb nehmen, denn der Himmel hatte erst einmal kein Einsehen. So wurde der neue Garten der Sinne, mit Bienenvölkern und einem Insektenhotel, Klangobjekten, Wasser-spielen und Ruhezonen mit Blitz und Donner eingeweiht, ehe ihn die Gäste dann doch noch selbst in Augenschein nehmen konnten. Einrichtungsleiter Frank Doubrawa ging in seiner Rede auf die Entstehungsgeschichte des Gartens ein und lobte vor allem die Mitarbeiter, ohne die der Garten nicht geworden wäre. Zum einen seine Frau Elisabeth, die die Idee zu dem Garten hatte. Danach sei es darum gegangen, so Doubrawa, das außergewöhnliche Projekt auch Wirklichkeit werden zu lassen. Und da war es an der als Rosenflüsterin bekanntgewordenen Kaufbeurer Landschaftsarchitektin Gundula Klemm, aus den Skizzen Pläne zu machen, die in die Realität umgesetzt werden konnten. Auch das örtliche Arbeitsamt und das Jobcenter spielten eine wesentliche Rolle im gemeinnützigen Projekt. Die Einrichtungen vermittelten die beiden Mitarbeiter, die in gut eineinviertel Jahren aus einer Wiese den Garten der Sinne zauberten. Es sei eine Herausforderung gewesen, erklärte Julia, die gemeinsam mit Alexander alle Elemente des Gartens gebaut hat. Eine Herausforderung deshalb, weil die gelernte Krankenpflegerin von der Materie bislang keine Ahnung gehabt hatte. „Wir haben uns alles angelesen und selber beigebracht“, schilderte sie. Das Ergebnis sei einfach toll, brachte dann Frank Doubrawa seine Begeisterung auf den Punkt. Nach nicht einmal vierzehn Tagen Genehmigungsdauer, habe man Ende Juni 2011 den ersten Spatenstich durchführen können. Halte man sich vor Augen, dass erst im Mai dieses Jahres gepflanzt werden konnte, so Doubrawa weiter, sehe der Garten, der um den Teich herum angelegt ist, erstaunlich aus. Die Pflanzen werden von einer ehrenamtlichen Mitarbeiterin aus dem Haus betreut. Eine weitere hat sich um Tische, Stühle und Bänke gekümmert, die für kleine Ruheplätze im Garten sorgen. Markus Prielmeier ist für die Bienenvölker verantwortlich, und der Peitinger Akustiker Benjamin Henschel steuerte zwei Klang-objekte, einen Röhren- und einen Tam Tam-Gong bei, die nun für besondere Momente im Garten sorgen. Es sei allen Beteiligten zu verdanken, betonte Doubrawa, dass der Garten so schnell Form angenommen habe. Dieser werde das Wohlfühl-Gefühl der Bewohner steigern, war sich Bürgermeister Michael Asam sicher: „Er wird dafür sorgen, dass für die Bewohner nicht nur der Balkon draußen ist.“

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