Improvisation bald vorbei

Grund zum Feiern am Welfen-Gymnasium: Der Rohbau steht

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Bauleiter Markus Trainer und Polier Sigi Socher von der Firma Kreuzer übernahmen den Richtspruch auf dem Dach des Erweiterungsgebäudes.

Schongau – Wieder einen großen Schritt weiter ging es am vergangenen Freitag am Schongauer Schulzentrum: Der Rohbau der Erweiterung des Welfen-Gymnasiums steht, es konnte Hebauf gefeiert werden.

Die Hilti habe man nur selten gehört, lobte der stellvertretende Schulleiter Hubert Orthuber, wie leise die Baustelle doch neben dem Unterricht funktioniere. Wie die Arbeiten vorangehen, habe man nur gesehen, weil die Rohbauten immer höher wurden. „Es ist ein Projekt für die Zukunft“, so Orthuber.

Insgesamt wurden drei quadratische Gebäude mit einer Grundfläche von 30 auf 30 Meter errichtet. Bei den Gesamtkosten kalkuliert man mit rund 21 Millionen Euro. Beinhaltet sind eine großzügige Erweiterung der Aula, Schüler-Aufenthaltsräume sowie ein neuer Verwaltungsbereich, Fachräume und 20 Klassenräume. Die Fertigstellung ist für kommendes Jahr geplant.

„Die Vorfreude auf das, was hier entsteht, ist riesengroß“, sagte Landrätin Andrea Jochner-Weiß. Schule sei die wichtigste Station für Kinder und Jugendliche und es gebe keine bessere Investition als Bildung, so die Landkreis-Chefin. Mit den Erweiterungsbauten werde nicht nur die Raumsituation verbessert, sondern auch die Lernmöglichkeiten, verwies Jochner-Weiß auf sogenannten Lernlandschaften, die einen zeitgemäßen Unterricht ermöglichen sollen.

Sehr stolz auf das Schongauer Gymnasium zeigte sich Bürgermeister Falk Sluyterman. „Es gibt nicht viele Städte mit knapp 13.000 Einwohnern, in denen man sein Abitur ablegen kann“, so das Stadtoberhaupt. Seit rund 60 Jahren werde es Schülern aus Schongau und Umgebung so erspart, in die umliegenden Gymnasien nach Weilheim, Landsberg oder Kaufbeuren fahren zu müssen.

Allerdings war nun eine Sanierung und Erweiterung unumgänglich. „Es musste etwas getan werden“, so die Landrätin beim Hebauf. 2013 fiel der Startschuss mit einem gemeinsamen Realisierungswettbewerb von Stadt und Landkreis, bei dem das Architekturbüro Balda aus Fürstenfeldbruck als Sieger hervorging. Insgesamt fließen rund 70 Millionen Euro in das Schulzentrum.

„Nächstes Schuljahr ist die Zeit der Improvisation vorbei“, versprach der Rathauschef den Gymnasiasten. Die Baustelle am Schulzentrum ist damit aber noch lange nicht beendet. Derzeit laufen bei der Stadt die Planungen für die Generalsanierung der Grundschule. 

Astrid Neumann

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