Ganz zentral: Praxen und Wohnungen

Zukunft des Barnsteiner-Grundstücks im Herzen Peitings geklärt

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Von oben gesehen: Blick auf den Parkplatz mitten im Ort, wo bald ein Arzthaus mit Wohnungen entstehen soll.

Peiting – Die Lage ist zentral in Peiting: Wo früher das Barnsteiner-Anwesen an der Poststraße stand und seit mehreren Jahren ein Parkplatz ist, wird bald ein dreistöckiges Haus mit Arztpraxen, Geschäften und Wohnungen entstehen. Realisiert wird die Planung, die ein Architekt aus Murnau für die Firma Haseitl Bau in Schongau erstellt hat. Eine Mehrheit der Marktgemeinderäte hat dem Vorhaben zugestimmt. Was aber nicht ganz nach dem Geschmack aller ist. Immerhin acht Räte waren dagegen.

Die Gemeinde hatte um drei Architektenvorschläge gebeten zur Bebauung auf dem freien Platz zwischen Sparkassenhaus, Volksbank und Metzgerei Rohrmoser. Entwürfe hatten Architekten aus Schongau, aus Murnau und aus Garmisch-Partenkirchen eingereicht.

Zur Ausführung gelangt ein dreistöckiges Gebäude mit vielen Glasflächen. Im Kellergeschoss ist eine Tiefgarage mit 14 Stellflächen vorgesehen. Davon sollen sieben Parkplätze öffentlich nutzbar sein – nach dem Schongauer Modell, wo die erste Stunde kostenlos ist und jede weitere 50 Cent kostet. Die Tiefgarage wird von der Poststraße aus befahren, erklärte Marktbaumeister Fabian Kreitl.

Bürgermeister Michael Asam sprach von einem „Gebäude mit einer gewissen Ausstrahlung“. Das Haus mit Praxen, Geschäften und Wohnungen sei gut für die Frequentierung der Ortsmitte. Auszugehen sei von zirka acht Wohnungen. „Das hier ist ein Kompromiss“, befand Gemeinderat Herbert Salzmann (SPD). Im Gebäude mit seinen markanten Glasflächen spiegle sich der Architekturstil der Zeit wider.

Andreas Barnsteiner (Bürgervereinigung) meldete sich ebenfalls zu Wort. Dort stand früher das Elternhaus, er ist dort mitten in Peiting aufgewachsen, ehe der Betrieb an den Ortsrand aussiedelte. Wichtig ist Barnsteiner der Aspekt, dass ein Gebäude entsteht, das architektonisch und qualitativ 100 Jahre Bestand hat. Dies solle an dieser markanten Stelle im Ort berücksichtigt werden – anders als bei Komplexen wie dem AW-Seniorenheim oder der Raiffeisenbank.

Gemeinderat Michael Deibler (CSU) sagte angesichts kritischer Stimmen, dass bei der Findung einer Lösung „ein ganz demokratischer Prozess“ abgeschlossen worden sei. Was wiederum seinen Fraktionskollegen Gerhard Heiß zu dem Kommentar veranlasste: „Aber die Minderheit darf schon dagegen stimmen!“

Kritisch sahen manche Räte die innenliegenden Balkone im Dachgeschoss, vor allem im Hinblick auf Schneerutsch. Manche befürworteten eher eine bodenständige Variante, die sie mehr im Vorschlag des Architekten aus Garmisch-Partenkirchen sahen als in der Skizze des Murnauer Planers.

jj

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