Feuerwehr verhindert Schlimmeres

Gülle-Unglück in Wildsteig

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Mit Radlader und Bagger eilte die Wildsteiger Feuerwehr zur Hilfe, um der Gülleflut Einhalt zu gebieten – mit Erfolg.

Wildsteig – Das erleben die Einsatzkräfte auch nicht alle Tage: Am Montagnachmittag ist im Wildsteiger Ortsteil Unterbauern ein Güllehochbehälter ausgelaufen. Mehrere tausende Liter flossen einen Hang hinab und über die Staatsstraße. Ein kleiner Teil ergoss sich in die dahinter verlaufende Illach. Wie es dazu kommen konnte, ist auch Tage danach ein Rätsel.

Als die Nachricht in der Integrierten Leitstelle ankam, reagierten die Einsatzkräfte schnell. Die Wildsteiger Feuerwehr rückte mit schwerem Gerät aus, schüttete Dämme auf, um den Güllefluss zu stoppen. Das habe ein größeres Unglück verhindert, lobt Kreisbrandmeister Manfred Baum, der gleich persönlich nach Wildsteig geeilt war. Denn so gelangte nur ein kleiner Teil in die Illach. 

Der Schaden an der Natur hielt sich in Grenzen. „Es hat nur Beeinträchtigungen bei den Kleinstlebewesen gegeben“, sagt Roland Kriegsch vom Wasserwirtschaftsamt, dessen Vertreter sich ebenfalls sofort vor Ort ein Bild von der Situation gemacht hatte. Fische seien keine gestorben, so Kriegsch weiter. „Ein großes Lob, dass die Feuerwehr hier so schnell reagiert hat.“ 

Die durch die Dämme aufgefangene Gülle wurde von der Feuerwehr mit einem Vakuumfass abgesaugt. Gleichzeitig wurde der verschmutzte Schnee, der viel Gülle gebunden hatte, abgebaggert und auf einer flachen Wiese ausgebracht. Die Staatsstraße war drei Stunden lang halbseitig gesperrt.

 Derweil rätseln sowohl der Landwirt, dem der Güllebehälter gehört, als auch die Behörden, wie es zu dem Unglück hatte kommen können. Ein Ergebnis gibt es noch nicht.

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