Standortausbau für drei Millionen Euro

Gustav Klein: E-Autos als Wachstumsmotor

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So soll die neue Halle aussehen, die die Firma Gustav Klein im kommenden Jahr an der Greifenstraße errichten will.

Schongau – Die Geschäfte bei Gustav Klein laufen gut. So gut, dass die Schongauer Firma ihren Standort an der Greifenstraße für drei Millionen Euro erweitert. Der Bauausschuss hat die Pläne für eine neue Halle in seiner jüngsten Sitzung genehmigt.

Sechs Meter hoch soll das neue Gebäude werden und auf einer Grundfläche von rund 2000 Quadratmetern Platz für Produktionsflächen, Büros und Lager bieten. Problematisch sei allerdings, erklärte Stadtbauamtsmitarbeiter Michael Wölfle im Bauausschuss, dass für die neue Halle ein Teil des angrenzenden Waldes gefällt werden müsse. „Aber wir haben uns mit Stadtförster Klaus Thien abgestimmt. Es ist kein hochwertiger Wald, daher wäre das machbar.“

Eine Nachfrage gab es zur problematischen Parksituation vor Ort. So merkte Kornelia Funke (CSU) an, dass schon jetzt viele Autos in Seitenstraßen rund um das Firmengelände abgestellt würden. „Es werden Stellplätze auf dem Grundstück geschaffen“, antwortete Wölfle.

Bettina Buresch (ALS) sorgte sich, dass durch den Neubau der Verkauf weiterer Grundstücke durch die Stadt in diesem Bereich erschwert werden könnte. „Damit muss man in einem Gewerbegebiet rechnen“, sagt Wölfle, der zudem darauf hinwies, dass die neue Halle zumindest zum Teil hinter der bestehenden verschwinden werde. Letztendlich stimmte auch Buresch wie der Rest des Gremiums dem Bauantrag zu.

Damit können bei Gustav Klein bald erneut die Bagger rollen. Erst 2012 hatte das Unternehmen für 2,5 Millionen Euro einen Anbau am Hauptsitz Im Forchet errichtet. Grund für die jetzt geplante Erweiterung ist der rasant wachsende Markt der E-Mobilität. Schon seit 2008 beliefert Gustav Klein die Automobilbranche mit Prüfständen für Elektro- und Hybridautos. „Das hat sich für uns zu einem zweiten Standbein entwickelt“; sagt Prokurist Stephan Adelt.

Und auch bei der Frage, was mit den in E-Autos eingesetzten Batterien passiert, wenn sie ausgedient haben, mischt das Unternehmen erfolgreich mit. So liefert Gustav Klein die Technik, um diese Batterien zu Verbünden zusammenzuschließen, die dann als Pufferspeicher etwa für Strom aus regenerativen Energiequellen dienen.

Die Beispiele zeigen: Das Potential, das im Geschäft mit der E-Mobilität steckt, ist groß. Es überrascht deshalb nicht, dass man bei Gustav Klein schon erste Pläne für einen möglichen weiteren Ausbau in der Schublade hat. So könnte in einem zweiten Bauabschnitt die alte Halle durch eine neue ersetzt und in einem dritten der jetzt geplante Neubau aufgestockt werden. „Adelt: „Aber das sind noch Zukunftsvisionen“.

Christoph Peters

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