Stadt springt ein

Neues zum Erhalt des Wanduhrbildes Cobi Reisers an der Grundschule

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So soll das Wanduhrbild von Cobi Reiser auf dem Gelände der Staufer Grundschule integriert werden.

Schongau – Während die acht Tierbilder bereits ihren Platz im Neubau der Staufer Grundschule gefunden haben, ist das Schicksal des Wanduhrbildes des Künstlers Cobi Reiser noch ungewiss. Nach der Absage der Förderung durch die Wüstenrot-Stiftung steht der Historische Verein erneut vor einem großen Problem. Doch die Stadt greift dem Verein unter die Arme.

Es klafft eine Finanzierungslücke von rund 55.000 Euro auf, wie Stadtbaumeister Sebastian Dietrich dem Stadtrat am Dienstag darlegte. Außerdem drängt die Zeit: Bereits Mitte des Jahres soll mit der Integration des Wandbildes begonnen werden. Insgesamt kostet die Rettung des künstlerisch wertvollen monumentalen Uhrenbildes laut Kostenschätzung rund 88.800 Euro. Durch eine Initiative des Historischen Vereins konnten innerhalb zweier Monate fast 27.000 Euro an Spenden aus privater Hand gesammelt werden. Die Stadt Schongau übernahm die Finanzierung der Zwischenlagerung des 19 Tonnen schweren Wanduhrbildes. „Wenn all dieses Engagement im pekuniären Wert von über 34.000 Euro verloren sein sollte, wäre das eine Katastrophe“, wendet sich die Vereinsvorsitzende Heide-Maria Krauthauf in einem Schreiben an die Stadt.

Da die Zeit aufgrund des Baufortschrittes drängt, müsse man nun in irgendeiner Weise tätig werden, stellte Dietrich klar. Überzeugendste Lösung sei gewesen, das Bild an seinem ursprünglichen Standort aufzustellen – direkt vor dem Altbau. Es bestehe jedoch kein statischer Zusammenhang mit dem Gebäude, so dass bei dessen Abriss oder Sanierung keine Gefahr für das Wandbild bestehe. Eine Demontage und Zerstörung des Kunsterwerkes würde etwa 5.000 Euro kosten, so der Stadtbaumeister. Eine Förderung wäre außerdem möglich, wenn man das Uhrenbild als „Kunst am Bau“ deklariere.

„Das Bild jetzt zu zerstören, wäre wahrlich ein Schildbürgerstreich“, befand Bürgermeister Falk Sluyterman. Sein Vorschlag lautete daher, dass 30.000 Euro von der Stadt übernommen werden, 25.000 Euro sollen dem Historischen Verein als zinsloses Darlehen zur Verfügung gestellt werden. Außerdem habe er auch schon bei der Kulturstiftung der Kreissparkasse Schongau angefragt, so der Rathauschef.

Der Vorschlag wurde schließlich einstimmig angenommen. Zuvor kam von verschiedener Seite jedoch Kritik an der Vorgehensweise dieser „Scheibchentaktik“. „Das muss uns die Kunst auch mal wert sein“, befand hingegen Stefan Konrad (SPD). Bettina Buresch (ALS) empfand es als beschämend, dass man so viel Zeit aufwende, um „ein bisschen Geld locker zu machen“. „Wir können das Ding ja nicht so stehen lassen“, sah es Helmut Hunger (CSU) eher pragmatisch. 

asn

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