"Es gibt keine optimale Lösung"

Hol- und Bringzone Haldenbergerstraße

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Sobald das Haus für Kinder eröffnet, könnte es hier zu manchen Zeiten eng zugehen.

Schongau – Diese Entscheidung des Bauausschusses dürfte den Anwohnern der Haldenbergerstraße gar nicht schmecken: Ihre mitunter sowieso schon nicht ganz einfache Parkplatzsuche spitzt sich zu. Bis 2019 werden dem Haus für Kinder fünf Stellplätze in der Straße zugesprochen, die Anlieger müssen ausweichen. Immerhin: Am Wochenende, abends und nachts bleibt alles beim Alten.

Erst Anfang Februar hat die Stadt versucht, dem Park-Wirrwarr rund um das Schulzentrum mit Halteverboten in der Fanschuhstraße Einhalt zu gebieten, nun folgt ein neues Kapitel: Weil das neue Haus für Kinder wohl pünktlich im September eröffnet, die Erschließung samt Parkplätzen aber frühestens 2019 fertiggestellt ist, muss eine Übergangslösung her.

„Pro 20 Kindern ist ein Stellplatz vorgeschrieben“, erklärte Martin Blockhaus vom Städtischen Bauamt den Mitgliedern des Bauausschusses bei dessen jüngster Sitzung. Bei 90 Kindern, die in der neuen Einrichtung auf dem ehemaligen Gelände der Blumenschule May erwartet werden, macht das fünf Parkmöglichkeiten. Diese in dem sowieso schon angespannten Umfeld zu schaffen, sei damit unumgänglich. In Absprache mit der Polizei fasste die Verwaltung die Haldenbergerstraße ins Auge.

Alternativen scheiden aus

Michael Eberle (CSU) brachte den Gartenweg als Alternativlösung ins Spiel, doch die Gegenargumente seien mannigfaltig, wie Blockhaus und Kollege Sebastian Dietrich darstellten: Dort herrsche aufgrund der Nähe zu den Schulen sowieso schon eine hohe Verkehrsfrequenz, was die Anwohner belaste und zu gefährlichen Situationen führte, wenn Eltern ihre Sprösslinge von dort aus zum Haus für Kinder brächten. Ferner führte ihr Weg über die Baustelle – ein Ausschlusskriterium. „Außerdem haben wir im Gartenweg sowieso schon einen Holzzaun gegen das wilde Parken aufstellen müssen“, warf Bürgermeister Falk Sluyterman ein. Auch die Fanschuhstraße scheide aus, so Blockhaus, weil dann die Markt­oberdorfer Straße zu queren sei. „Die Haldenbergerstraße ist in Absprache mit der Polizei wirklich die beste Lösung.“

Eberle war davon noch nicht überzeugt, der zusätzliche Verkehr – er rechnete mit rund 30 bis 40 Kindern, die per Auto gebracht würden – sei für die Haldenbergerstraße zu viel des Guten. „Wie wäre es mit den Mitarbeiter-Plätzen vor dem Clara-Frey-Hort?“, bohrte er nach. „Die stehen dem Hort verpflichtend zu“, wiegelte Blockhaus ab. „Noch dazu würde das zu einigem Rückwärtsrangieren führen, das ist zu gefährlich“, pflichtete Martin Keßler von der Stadtverwaltung bei.

Den Experten gefolgt

Auf den Punkt brachte es Friedrich Zeller (SPD): „Eine optimale Lösung gibt es nicht. Der Vorschlag von der Verwaltung ist noch der beste.“ Das sah auch Sluyterman so, der um Unterstützung für die von Experten und Polizei erarbeitete Beschlussvorlage warb.

Mit 6:3-Stimmen folgten die Bauausschuss-Mitglieder seinem Ansinnen, somit steht fest: In der Haldenbergerstraße werden fünf

Kurzzeitparkplätze eingerichtet, die von Montag bis Freitag jeweils zwischen 7 und 17 Uhr für maximal 30 Minuten den Eltern zur Verfügung stehen, die ihren Nachwuchs im Haus für Kinder abliefern. Die Anwohner müssen bis 2019 ausweichen.

ras

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