Neues Bettenhaus 

Hebauf am Schongauer Klinikum

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Krankenhaus GmbH-Geschäftsführer Reinhold Socher vor dem imposanten neuen Bettenhaus des Schongauer Klinikums.

Schongau – Das neue Bettenhaus am Schongauer Krankenhaus wächst und wächst. Jetzt konnte Richtfest gefeiert werden. Endgültig fertig soll der Bau Ende 2014 sein.

Es sind schwierige Zeiten für die Krankenhaus GmbH. Erst der Streit um die Schließung des Penzberger Klinikums, dann die Nachricht vom immer weiter steigenden Defizit. Geschäftsführer Reinhold Socher und Landrat Friedrich Zeller sind derzeit sicher nicht zu beneiden. Umso mehr dürften beide den Termin am Freitag voriger Woche genossen haben, als bei strahlendem Sonnenschein das Richtfest für das neue Bettenhaus am Schongauer Krankenhaus gefeiert wurde. 

Denn diesmal gab es keine schlechten Neuigkeiten zu überbringen, vielmehr hatte Socher vom größten Projekt seiner GmbH nur positives zu berichten. Keine Unfälle, kein Verzug bei der Bauzeit, keine höheren Kosten: Die Bilanz, die der Geschäftsführer präsentierte, konnte besser nicht sein. Kein Wunder, dass sich Landrat Friedrich Zeller einen kleinen Seitenhieb nicht verkneifen konnte. „Wenn ich da an den Berliner Flughafen oder an den Limburger Bischofssitz denke, ist das eine reife Leistung.“ 

Schließlich sind auch die Investitionskosten in Schongau kein Pappenstiel. Mit rund 13 Millionen Euro schlägt allein der neue Bettentrakt zu Buche. Gemeinsam mit der bereits im vergangenen Jahr in Betrieb genommenen neuen Geburtshilfe und der ebenfalls erneuerten Intensivstation steigt die Summe auf 19,5 Millionen Euro, von der mit 13,3 Millionen Euro der Freistaat den Löwenanteil stemmt. Den Rest übernimmt der Landkreis. 

Geht alles gut, können die ersten Patienten im Herbst 2014 die neuen Räume beziehen. Und darauf deutet derzeit alles hin. Hatten schwierige Abbrucharbeiten und die schlechte Witterung die Bauarbeiten im Frühjahr noch um sechs Wochen zurückgeworfen, liegt man jetzt eine Woche vor dem Zeitplan. So konnten laut Bauleiter Lothar Ragaller bereits jetzt die Fenster eingesetzt werden, was ursprünglich erst für das Frühjahr geplant war. Da Anfang November auch der Anschluss an das Fernwärmenetz erfolgt, ist die Baustelle winterfest für den Innenausbau. 

Zwei Stationen soll das Bettenhaus einmal beherbergen und Platz für 72 Patienten bieten. Wie die Zwei-Bett- und Einzelzimmer samt eigenem Bad einmal ausschauen werden, davon konnten sich die geladenen Gäste beim Richtfest schon einmal ein Bild machen. Im Neubau ist bereits ein Musterzimmer eingerichtet. Aus gutem Grund: Anhand diesem können Mitarbeiter noch Verbesserungsvorschläge einreichen, die dann in der endgültigen Version berücksichtigt werden, erklärte Pressesprecherin Aguedita Afemann. 

„Bisher war die Unterbringung in Schongau mäßig“, gab Zeller zu, der damit auf den abgerissenen Bettentrakt aus den 50er Jahren anspielte. In Zukunft sei diese dafür umso besser, freute er sich. „Die Patienten haben dann den schönsten Blick auf die Berge und die Schongauer Altstadt – und das sogar als Kassenpatient.“

Christoph Peters

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