Nicht nur Lern-, sondern Lebensraum

Hebauf an der Staufer Grundschule

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Projektleiter Jochen Handke erläuterte beim Hebauf der Staufer Grundschule den Gästen das Raumkonzept.

Schongau – Rund ein Jahr nach dem Spatenstich am Schongauer Schulzentrum, konnte an der Staufer Grundschule nun Hebauf gefeiert werden. Der Betrieb soll nach den Faschingsferien 2019 beginnen. Kleinere Verzögerungen gab es wegen der Insolvenz einer beteiligten Baufirma.

Bereits Mitte Dezember konnte an der benachbarten Pfaffenwinkel Realschule Hebauf gefeiert werden. An der Grundschule war das erst vergangenen Donnerstag der Fall. Dadurch dass die Fassadenfirma Insolvenz anmelden musste, ist es, laut Projektleiter Jochen Handke von Balda Architekten, zu Verzögerungen gekommen. Jetzt musste erneut ausgeschrieben werden. Die verlorene Zeit, so hofft der Architekt, könne man wieder reinholen. Die Mehrkosten dafür seien noch nicht abschätzbar, sagt Handke, sollten sich aber im Rahmen halten.

Insgesamt verschlingt der Teilneubau der Grundschule rund 14,5 Millionen Euro. Hinzu kommen etwa 2,7 Millionen Euro für die Mensa sowie rund 1,4 Millionen Euro für den Schülerhort. Im Ganzen liegt das neue Schulzentrum bei etwa 50 Millionen Euro und ist damit eine „Mammutaufgabe für die Stadt“, wie Bürgermeister Falk Sluyterman beim Hebauf betonte.

Der weitere Zeitplan für das Schulzentrum sieht vor, dass die Realschule zum neuen Schuljahr im September in Betrieb gehen kann. Davon hänge auch der Startschuss für die Erweiterung des Gymnasiums ab, erklärt Handke. Denn dafür muss eine Containeranlage weichen, die derzeit noch von der Realschule genutzt werde. In einem Jahr soll die Grundschule den Betrieb im Neubau aufnehmen können.

Für Bürgermeister Falk Sluyterman stellt der Hebauf einen wichtigen Schritt dar, wie er hervorhebt: „Das alte Gebäude genügte nur noch bedingt den Ansprüchen eines zeitgemäßen Unterrichts“, so das Stadtoberhaupt.

Das Gebäude wird nach dem Münchner Lernhaus-Konzept umgesetzt. Jeweils eine erste bis vierte Klasse teilen sich einen eigenen Bereich. „Das Raumkonzept ist einer kleinen Dorfschule nachempfunden, wo es nur jeweils eine Klasse gibt“, so Handke. Daher wird die Grundschule auch umlaufende Fluchtbalkone erhalten. So könnten die Flure in den Schulalltag miteinbezogen werden und die freie Fläche kann für Gemeinschaftsprojekte genutzt werden, erklärt der Projektleiter. Nicht nur modern ausgestattete Bildungs-, sondern Lebensräume, erkannte Konrektorin Petra Schelle darin. Dazu soll auch die gemeinsam genutzte Mensa und der Hort beitragen. Dadurch würden sich zusätzliche Möglichkeiten durch Barrierefreiheit und Ganztagsbetreuung ergeben, so Sluyterman.

Den Hebauf nicht entgehen ließ sich auch der ehemalige Stadtbaumeister Ulrich Knecht, den der Bürgermeister – gemeinsam mit seinem Amtsvorgänger Karl-Heinz Gerbl – als „Vater der Grundschule“ bezeichnete. 

Astrid Neumann

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