Ermittlungen abgeschlossen

Henkersschwert und Co zurück ans Schongauer Stadtmuseum

Henkersschwert Schongau Schmidbauer
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Franz Grundner und Helmut Schmidbauer nahmen die Gegenstände, darunter auch das Henkersschwert, für das Stadtmuseum von den Kriminalhauptkommissaren Cornelia Schwarz Patrick Haggenmüller (v. links) entgegen.
  • VonRasso Schorer
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Schongau – Am heutigen Freitagvormittag hat das Stadtmuseum mehrere kürzlich aufgetauchte Gegenstände der Schongauer Stadtgeschichte nach einem halben Jahrhundert wieder zurückbekommen. Darunter auch das Henkersschwert.

Vor einigen Wochen meldete die Witwe eines Schongauer Bürgers, dass sich im Nachlass ihres verstorbenen Ehemanns mehrere Kunstgegenstände befinden, die vor 50 Jahren durch unbekannte Täter aus dem damaligen Schongauer Stadtmuseum gestohlen wurden, darunter womöglich auch das sogenannte Schongauer Henkersschwert.

Um mögliche Straftaten im Zusammenhang mit dem Verschwinden der kunsthistorisch bedeutsamen Gegenstände abzuklären, stellte das Bayerische Landeskriminalamt (BLKA) mit Einverständnis der nachlassberechtigten Witwe am 9. Juni mehrere Gegenstände sicher. Neben verschiedenen Hellebarden, Degen, Reitersäbeln, Pistolen und Gewehren befand sich tatsächlich auch das Schongauer Henkersschwert darunter. Es stammt vermutlich aus dem 16. oder 17. Jahrhundert und gehörte damals der Schongauer Scharfrichterfamilie Kuisl, Vorfahren des Henkerstochter-Autors Oliver Pötzsch.

Die zuständige Staatsanwaltschaft München II hat das Verfahren zwischenzeitlich eingestellt und der Rückgabe aller Gegenstände an das Stadtmuseum Schongau zugestimmt. Am Freitag wurden die Gegenstände in München schließlich zurückgegeben.

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