"Traumwerkstatt" der Bildung

Herzogsägmühle weiht mechanische Werkstatt im Peitinger Industriegebiet ein

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Hereinspaziert in die Mechanische Werkstatt an der Peitinger Schönriedlstraße. Die offizielle Einweihung übernahmen am Donnerstag: Gürkan Cerkez (Auszubildender), Eva Schnackenberg (Leitung Kompetenzbereich Metall), Oliver Wackenhut (Geschäftsführer Operativ Agentur für Arbeit Weilheim) und Rainer Langer (Leitung „Die Mechanische Werkstatt) (v. links).

Peiting – Eine „neue Epoche“ leitete Markus Sinn, Fachbereichsleiter Arbeit und Inte­gration in Herzogsägmühle, am vergangenen Freitag in der Schönriedlstraße 36 in Peiting ein. Dort wurde der Neubau der Mechanischen Werkstatt eingeweiht, bei der es sich um das erste Ausbildungszentrum handelt, das außerhalb des Diakoniedorfes lokalisiert ist.

In nur elf Monaten Bauzeit wurde das Ausbildungszentrum, in dem man die Berufe Feinwerkmechanik und Zerspanungstechnik lernen kann, errichtet. „Wahnsinnig schnell“ sei das gegangen, wie Marc Sieling, Baubeauftragter Fachbereich Arbeit und Integration, bei der Einweihungsfeier hervorhob. Die Vorbereitungen dazu nahmen allerdings einige Zeit mehr in Anspruch.

Markus Sinn lobte zu Beginn der kleinen Feierstunde die Arbeitsbedingungen, die hier entstanden seien. Damit meinte er neben den Räumlichkeiten an sich vermutlich auch die weiteren Details, die der Leiter der Mechanischen Werkstatt Rainer Langer erläuterte. „Manchmal haut‘s eben nicht so hin in der Ausbildung und dann muss man sich schon auch mal abreagieren“, meint Langer. Zu diesem Zweck beinhaltet das Gebäude in der Schönriedlstraße auch eine Art „Frustraum“. Hier stehen ein paar Sportgeräte und ähnliches zur Verfügung, an der Tür steht „Ausgleich“. Auch einen Ruhe-Raum, in den man sich zurückziehen kann, haben die Verantwortlichen in der Werkstatt geschaffen.

Entstanden sind diese und andere Konzepte in einem Workshop gemeinsam mit Thomas Bade vom Institut für Universal Design KG. Die Idee, die dahintersteckte: „Warum fragen wir nicht alle, die damit zu tun haben?“, so Bade. Innerhalb verschiedener Workshops habe man sich so eine Traumwerkstatt ausgedacht und sie im Anschluss umgesetzt.

Mit all diesen Ideen war es natürlich nicht getan. Marc Sieling lieferte den Gästen der Einweihungsfeier vergangene Woche die technischen Daten zu dem Gebäude. 14.500 Stunden stecken in der Werkstatt, 76,5 Tonnen Stahl wurden verbaut, 5.000 Meter Stromkabel gelegt. Beim Internetkabel habe er sich ab und an gefragt, ob jede E-Mail ein Anschluss bedeute, so Sieling.

Unter dem Motto „in die Zukunft investieren“ betrachtete Hans Rock, Vorstand Finanzen Verein für Innere Mission in München und Oberbayern, den Neubau. Dieser sei in vielerlei Hinsicht sogar besser geworden als erträumt. Er, der ja für die Finanzen zuständig ist, sehe die Transformation von Geld als verdoppelt an: Neben dem Neubau hob er vor allem die Bedeutung der Bildung, die darin stattfindet, hervor.

„Was dir keiner nehmen kann, ist Bildung“, betonte auch Oliver Wackenhut, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Weilheim. Herzogsägmühle sei mit dieser Werkstatt ganz nah am Puls der Zeit, was den Blick in die Zukunft angehe, so der Agentur-Chef.

Pfarrerin Brigitte Weggel sprach am Ende noch einen Segen. Der Spruch aus der Bibel steht auch bereits an der Wand im Eingangsbereich der Werkstatt: „Von nun an lasse ich dich Neues hören und Verborgenes, das du nicht wusstest“.

asn

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