Höhere Kosten durch höheres Dach

Das Aussehen der zukünftigen Dreifachturnhalle nimmt konkrete Formen an. In ihrer vergangenen Sitzung berieten sich Schongaus Räte im Beisein der verantwortlichen Planer über zahlreiche Detailfragen.

Augenscheinlichstes Merkmal wird das höhere Dach sein. Nahezu einstimmig sprach sich das Gremium für einen neuen, aus Holzleimbindern bestehenden Dachstuhl aus. Damit wird sich die Hallenhöhe um 2,5 Meter auf dann neun Meter erhöhen. Lediglich Vize-Bürgermeister Paul Huber (CSU) hatte Bedenken hinsichtlich dieser Maßnahme, denn die Kosten für die neue Turnhalle erhöhen sich um weitere 60000 Euro. Nach bisherigen Schätzungen belaufen sich die Gesamtkosten auf fünf Millionen Euro. Zudem befürchtete Huber, dass auch die künftigen Unterhaltskosten ansteigen werden, da der umbaute Raum größer ist und als Folge auch die Heizkosten ansteigen werden. „Wir haben versucht, die veranschlagten Kosten zu halten, obwohl weitere Ausgaben hinzugekommen sind“, verdeutlichte Architekt Thomas Baldauf. Sicherlich, so der Planer, stünden die Kosten immer im Zentrum der Betrachtung. Gleichzeitig verwies dieser aber darauf, dass bei einem solchen Gebäude bestimmte Mindestanforderungen eingehalten werden müssten. Dabei ging der Planer auf verschiedene Details näher ein: Die Umkleidekabinen werden erweitert und neu gestaltet. Jede Halle erhält zwei Ausgänge und für den Tribünenbereich wird ein zusätzlicher Fluchtweg geschaffen. Zudem soll der Geräteraum vergrößert werden und im Obergeschoss sollen zwei Übungsräume mit je 85 Quadratmetern eingerichtet werden. Auch ein Aufzug soll in der neuen Halle seine Dienste verrichten. Peter Huber (SPD) erkundigte sich nach der Kostendifferenz zwischen einem Aufzug und einem Treppenlift. „Die Mehrkosten liegen bei etwa 8000 Euro“, wusste der Architekt, der gleichzeitig darauf hinwies, dass der Aufzug nicht von der Allgemeinheit, sondern nur von Berechtigten oder Behinderten benutzt werden solle. Insgesamt betragen die Kosten für den Aufzug 55000 Euro, wobei der Schacht 15000 Euro und der Aufzug 40000 Euro kosten wird. Unklarheit indes herrscht nach wie vor darin, was mit dem Kunstwerk an der Außenfassade der Dreifachturnhalle geschehen wird. Stadtbaumeister Ulrich Knecht riet dringend dazu, dass das Kunstwerk während der Bauarbeiten entfernt werde, damit es keine Beschädigungen erleide. Zumal angedacht ist, dass das Relief später im Inneren wieder errichtet werden solle. Mahnende Worte fand zu diesem Thema allerdings Helmut Schmidbauer von der CSU: „Die Entfernung und Versetzung des Kunstwerks darf nicht am Künstler vorbei gehen“, sagte dieser. Nachdrücklich verwies Schmidbauer darauf, dass nicht über den Kopf des Künstlers hinweg entschieden werden könne, was mit dem Relief geschehen werde.

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