Kein Fall fürs Klo

Hohe Kosten in Hohenpeißenberg: Fremdkörper in der Kanalisation

Hohenpeißenbergs Klärwärter Michael Pratsch und Bürgermeister Thomas Dorsch (v. rechts) präsentieren den Kubus samt Info-Übersicht vor dem Rathaus.
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Hohenpeißenbergs Klärwärter Michael Pratsch und Bürgermeister Thomas Dorsch (v. rechts) präsentieren den Kubus samt Info-Übersicht vor dem Rathaus.

Hohenpeißenberg – Als es jüngst im Gemeinderat um den Geröllfang für die Kläranlage ging, ist ein damit verwandtes und oft wiederkehrendes Ärgernis ins Blickfeld gerückt: Gremiumsmitglied Günther Weinmann wies darauf hin, dass es wichtig sei dafür zu sensibilisieren, was in den Kanal gehört und was nicht. Einen Beitrag dazu soll ein Kubus leisten, der nun samt entsprechender Informationen vor dem Rathaus steht.

Die Bauhof- und Klärwerksmitarbeiter müssten oft genug wortwörtlich „in die Scheiße fassen“ – und dies sollte auch mehr wertgeschätzt werden, befand Weinmann (wir berichteten). Dem pflichtete Bürgermeister Dorsch bei: Feuchtes Toilettenpapier, Geranien und sogar Lederhosen fielen ihm damals als Beispiele ein, die nicht in den Kanal gehören, aber aus dem Abwasser gefischt werden.

Dass einzelne Bürger Mülltonne und Toilette miteinander verwechseln, führe zu immensen Kosten: Die Pumpen nehmen Schaden und es koste im Klärwerk viel Zeit und Arbeit, den Müll aus dem Abwasser zu entfernen. Nun soll also der Info-Kubus vor dem Rathaus für Besserung sorgen.

Dessen Maße sind nicht zufällig gewählt: Denn jeden Monat kommt ein Kubikmeter Müll, der in den Hohenpeißenberger Toiletten heruntergespült wird, im dortigen Klärwerk an. Woraus er sich zusammensetzt, das führt ein Infoschild auf: Fremdkörper, wie zum Beispiel Feuchttücher, Textilien, Putzlumpen, Handtücher, Slipeinlagen, Tampons, Watte, Kondome, Ohrenstäbchen, Abschminkpads, Schutzmasken, Gebisse, Haare, Essensreste, Golf- und Tennisbälle, Spielzeug. „Und so weiter.“ Er hoffe auf Einsicht und Solidarität, so Dorsch.

kb

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