Modellregion Pfaffenwinkel

Hohenpeißenberg einstimmig für Beitritt zum Hotspotprojekt

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Bürgermeister Thomas Dorsch (3. v. links) und Stellvertreterin Gerlinde Rasch (rechts) bedankten sich bei den ausgeschiedenen Gemeinderatsmitgliedern Klaus Löhnert, Ute Merkel, Christine Summer und Andreas Maier (v. links).

Hohenpeißenberg – Nun hat sich auch Hohenpeißenberg dem Hotspotprojekt Modellregion Pfaffenwinkel angeschlossen. Dazu, wo im Ort die ersten Maßnahmen zu ergreifen sind, gibt es bereits konkrete Ideen. Außerdem stellten sich die beiden neuen Kindergartenleitungen im Gemeinderat vor. Auch zum Thema V-Baumarktbau im benachbarten Peiting beriet das Gremium.

Im Zuge des Hotspotprojekts soll der Parkplatz am Ammerstüberl eine Aufwertung erfahren, eventuell wird auch ein Fahrradständer angebracht. So schilderte es Susanne Lengger vom Tourismusverband Pfaffenwinkel, der den Projektbereich Freizeitgestaltung betreut.

Keine Badeplätze

Rechtlich nicht möglich ist das Ausweisen von Badeplätzen, da die Ammer ein Fließgewässer ist. An den Infostandorten sollen neue Medien zur Umweltbildung zum Einsatz kommen. Die Besucherströme sollen so gelenkt werden, dass schützenswerte Gebiete gemieden werden. Erfahrungsgemäß seien Verbote nicht zielführend, vielmehr gelte es Alternativen zu schaffen und zu informieren, so Lengger. Denn das Gesamtziel ist es, Vorteile für beide Seiten – den Naturschutz und die Landnutzung – zu erzielen.

Hierfür sind Gesamtkosten von 3,1 Millionen Euro über acht Jahre veranschlagt; zu den Projektpartnern zählen WWF und TU München. Die letztendliche Entscheidung über ortsbezogene Projekte bleibt jedoch immer bei der jeweiligen Gemeinde, dabei ist nach den angestrebten Förderungen durch Bund und Land mit einem Kostenanteil von zehn Prozent zu rechnen. Der Landesfischereiverband und der Landesbund für Vogelschutz sind zum Bedauern Lenggers aus dem Projekt ausgeschieden, beim Bundnaturschutz sei das Mitwirken noch unklar. Der Gemeinderat beschloss einstimmig eine Beteiligung.

Neue Kindergartenleitung

In der Sitzung wurden außerdem die beiden neuen Kindergartenleitungen vorgestellt: Anja Brockhaus ist seit 15. April in der Caritas-Kindertageseinrichtung St. Anna (Träger Caritas Garmisch-Partenkirchen) tätig, Bettina Düringer leitet die Kindertagesstätte im Hetten unter der Trägerschaft der Kinderhilfe Oberland. Beide bezeichneten ihren Start – trotz Corona – als gut.

Neben dieser Begrüßung stand auch eine Verabschiedung an: Nämlich die der mit der Kommunalwahl ausgeschiedenen Gemeinderatsmitglieder. Bürgermeister Thomas Dorsch sprach Klaus Löhnert, Andreas Maier, Ute Merkel und Christine Summer für die langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit seinen Dank aus.

Ferner wird Hohenpeißenberg ein Stellungnahme zum Neubau eines V-Baumarktes in Peiting abgeben. „Unter der Prämisse gutnachbarschaftlicher Beziehungen“, wie es hieß. Nach reger Diskussion entschied der Gemeinderat, Bedenken hinsichtlich der Flächenversiegelung zu überbringen.

In der Sitzung wurde außerdem die Jahresrechnung 2019 einstimmig zur Kenntnis genommen. Diese wird nun an den Rechnungsprüfungsausschuss weitergeleitet.

sl

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