Bebauungsplan verabschiedet

Schächen: Im Januar beginnen die Bauarbeiten

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Süd-Ansicht des geplanten Gebäudekomplexes.

Hohenpeißenberg – Es ist geschafft: Nach jahrelangen Planungen hat der Hohenpeißenberger Gemeinderat in seiner Weihnachtssitzung den Abschluss des Bauleitverfahrens für die Neugestaltung des Schächengeländes besiegelt – und es soll jetzt zügig vorangehen: „Wir haben einen sehr knappen Zeitplan. Am 18. Januar wollen wir mit den Erdarbeiten beginnen“, verkündete Peter Schrehardt, Geschäftsführer der Firma Haseitl, in der Ratssitzung.

Das Schongauer Bauunternehmen stieg vor rund einem Jahr in das Projekt ein. Mit dem ursprünglichen Investor, dem Großhesseloher Immobilienentwickler Christoph Neumann (Firma „Blau iP“), war die Gemeinde nicht glücklich geworden. Unter der Regie von „Haseitl“ und Architekt Dietmar Hörner wurde die Planung optisch und konzeptionell grundlegend verändert.

Statt im Landhausstil wird der Baukomplex nun mit moderner Architektur gestaltet. Auf einem gewerblich genutzten Untergeschossplateau sollen demnach drei terrassenförmig gestaffelte Wohnblocks mit Flachdach entstehen. Anders als ursprünglich geplant, werden im neuen „Schächen“ keine Supermarktflächen, sondern kleinteilige Ladeneinheiten ausgewiesen. Des Weiteren sind Arztpraxen, Seniorenwohnungen und Café-Räume integriert. Auch die Sparkasse soll in das Gebäude einziehen.

Leichte Kritik gab es im Hohenpeißenberger Gemeinderat trotz einstimmigem Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan an den Wohnblock-Pultdachkonstruktionen. „Das schaut ja alles sehr schön aus. Aber ich weiß nicht, ob wir in 20 bis 30 Jahren auch noch Freude an dem Flachdach haben werden“, hakte Rupert Weingartner (CSU) nach. Doch Schrehardt gab Entwarnung: In seiner beruflichen Laufbahn habe er schon mehrere solcher Dächer gebaut, „und noch nie hat es irgendwo reingeregnet“. Außerdem: „Die Baustoffe haben sich in den letzten Jahren enorm verbessert“, so der Haseitl-Geschäftsführer.

Keine Einwände hatte der Gemeinderat Schließlich auch bezüglich der Plankorrekturen, die Hörner zuletzt noch in die Entwürfe eingearbeitet hatte. Demnach wird der Baukörper um zehn Meter weiter nach Westen verschoben. Dadurch soll der alte Baumbestand am angrenzenden Schächenhügel geschont werden. Zudem ist in der aktuellen Planfassung eine etwas höhere Bodenplatte, ein Müllhäuschen an der Hauptstraße und ein Fahrradabstellplatz an der Nordseite integriert.

Alles in allem soll das Schächen-Projekt die städtebauliche und infrastrukturelle Entwicklung Hohenpeißenbergs maßgeblich vorantreiben: „Ich hoffe, dass der Schächen ein gut integrierter Bau wird, der eine Ortsmitte und einen Mehrwert für die Bürger schafft“, erklärte Bürgermeister Thomas Dorsch in der Ratssitzung.

Bernhard Jepsen

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