Nach Wünschen der Jugend

Hohenpeißenbergs "Pumpenhaisl" ab Dienstag geöffnet

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Vergangene Woche konnte der Hohenpeißenberger Jugendtreff eingeweiht werden.

Hohenpeißenberg – Endlich ist es soweit, der neue Jugend­treff „Pumpenhaisl“ öffnete am letzten Wochenende feierlich seine Türen. Die Einweihung am vergangenen Samstag begann mit einem Marsch – vorgetragen von Musikern der Knappschafts- und Trachtenkapelle. Neben Bürgermeister Thomas Dorsch waren viele Gemeinderäte aller Parteien und Handwerker aus dem Ort gekommen, um zusammen mit der Landjugend und den Hohenpeißenberger Jugendlichen den neuen Jugendtreff zu eröffnen.

Das besondere am „Pumpenhaisl“ ist, dass die Jugendlichen ihren neuen Treffpunkt zum großen Teil selbst gestaltet haben. Von einem Ursprungsbrainstorming mit dem Spiel Minecraft, über einen Abend zur konkreten Ideenplanung, bis hin zum „Workend“ rund um den 9. November: Die jetzige Gestaltung ist so, wie die Nutzer diese haben wollten und umgesetzt haben – von den Palettenmöbeln, über selbst gebaute Tische und Bänke bis zur bunt gestalteten Wand und eigens bemalten Kissenhüllen.

Stolz und zufrieden mit dem Projekt zeigte sich Bürgermeister Thomas Dorsch, der vor allem auch die Lage des neuen Jugendtreffs an einem der schönsten Flecken in Hohenpeißenberg – mit Blick in die Berge und zum See – lobte. Der Rathauschef bedankte sich bei allen, die am Um- und Ausbau beteiligt waren: vom Gemeinderat, der dem Projekt zustimmte und damit den Weg überhaupt erst ebnete, den Spendern, die finanziell unterstützt haben, den Bauhofmitarbeitern und Bauamtschef Stefan Fischer, über die vielen Handwerker, die viele arbeitsreiche Stunden im Jugendtreff zugebracht haben, bis hin zu den Jugendlichen selbst.

Besonders bedankte er sich auch bei Anna Heiland und Mirko Zeisberg vom Kreisjugend­ring Ostallgäu, die maßgeblich an dem Projekt beteiligt waren (wir berichteten). Auch Bauleiter Ludwig Eggersdorfer, zweite Bürgermeisterin Gerlinde Rasch, Daniela Stadler, Leiterin vom HOP und nun auch vom Jugendtreff, und Mirko Zeisberg sind mit dem Projekt und dem Endergebnis sehr zufrieden und betonten in ihren Reden die gute und komplikationslose Zusammenarbeit aller Beteiligten und das große Engagement der Landjugend und der Ortsjugend.

Nach dem offiziellen Teil wurde bis in die Nacht hinein gefeiert. Geöffnet hat das „Pumpenhaisl“ ab 3. Dezember, vorerst, jeden Dienstag von 16 bis 20 Uhr zum offenen Betrieb unter Leitung von Daniela Stadler. Das „Pumpenhaisl“ kann – für entsprechende Veranstaltungen – auch gebucht werden, dies ebenfalls bei Stadler.

Zur Historie

Einen kleinen Einblick in die Historie und die Infrastruktur gab Bauleiter Ludwig Eggersdorfer. Das „Pumpenhaisl“ wurde 1963 durch das Wasserwirtschaftsamt Weilheim gebaut. Vom dortigen Wassersammelraum wurde das Wasser dann zum Hochbehälter (etwa auf halber Höhe des Hohen Peißenberg) gepumpt, um anschließend an die Haushalte verteilt zu werden. Noch immer im Haus befindlich und durch einen Verschlag geschützt ist ein Notstromaggregat, das im Fall eines Stromausfalls die Infrastruktur des Füssener Straße aufrecht erhält.

Der Grundriss des „Pumpenhaisl“ wurde erhalten, nur im ehemaligen Wassersammelraum wurde eine Türe eingebaut. Dach, Heizung, Fenster und Elektroanlagen wurden saniert bzw. erneuert und zwar, wie Eggersdorfer betont, außer den Schlosserarbeiten alles durch ortsansässige Firmen. Nun hofft der Bauleiter, dass sich die Jugendlichen lange in ihrem Jugendtreff wohlfühlen und dort viel Spaß haben – und fügt schmunzelnd hinzu, dass er sonst schon eine Alternative zur Nutzung wüsste: Die Senioren würden sich hier sicher auch wohlfühlen.

sl

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