»Synergien nutzen«

Ideen für den Märchenwald - Bürgermeister und Eigentümerfamilie im Gespräch

„Niemand wird allein im Regen stehen gelassen!“, der Schongauer Bürgermeister Falk Sluyterman (Mitte) zu Besuch im Schongauer Märchenwald und Tierpark und im Gespräch mit der Eigentümerfamilie um Franziska und Florian Hallmann.
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„Niemand wird allein im Regen stehen gelassen!“, der Schongauer Bürgermeister Falk Sluyterman (Mitte) zu Besuch im Schongauer Märchenwald und Tierpark und im Gespräch mit der Eigentümerfamilie um Franziska und Florian Hallmann.

Schongau – Bereits in den Wochen der größten Unsicherheit im März 2020 hatten sie in einem engen Austausch über soziale Medien gestanden. Nun war die erneute Schließung des Schongauer Märchenwald und Tierparks Anlass für einen persönlichen Besuch von Schongaus Bürgermeisters Falk Sluyterman bei der Familie Hallmann.

„Der Märchenwald ist eine Institution mit großer Strahlkraft und für Schongau ein echtes Juwel im touristischen Bereich“, begann Falk Sluyterman dann auch gleich in seiner Begrüßung, „ich bin gerne hier und möchte unterstützen, wo es mir und der Stadt irgendwie möglich ist“.

Mit dem plötzlichen Tod der langjährigen Inhaberin und Geschäftsführerin Susanne Hallmann im Februar 2020 (wir berichteten) und dem Übergang der Verantwortung auf ihre Kinder Franziska und Florian Hallmann wären die Herausforderungen für die neuen Eigentümer in diesem Jahr wohl bereits ausreichend groß gewesen. Dann aber kam auch noch Corona und die Zwangsschließung von März bis Ende Mai. „Wir haben dieses Jahr mit den Staatshilfen, aber vor allem auch mit der unglaublichen Hilfe der Besucher und Unterstützer des Märchenwalds und nicht zuletzt mit dem großartigen Engagement unserer Mitarbeiter einigermaßen über die Bühne gebracht“, sagt Florian Hallmann.

„Wir haben besonders in der größten Unsicherheit des Frühjahrs unglaublich viel Unterstützung erfahren und haben eins ganz besonders gemerkt: Wir sind nicht allein und zusammen sind wir so viel stärker“, fügt Franziska Hallmann hinzu, die sich im Park hauptverantwortlich um die Gastronomie kümmert. Diese Erkenntnis zieht sich wie ein roter Faden durch das Gespräch mit Bürgermeister Sluyterman, in dem vor allem die Möglichkeiten der stärkeren Vernetzung und Partnerschaften mit Institutionen und Gewerbetreibenden vor Ort immer wieder diskutiert werden.

Über 100.000 Besucher strömen Jahr für Jahr in den Schongauer Märchenwald, viele fragen am Ausgang nach Empfehlungen für die nächsten Stunden oder Tage. Angedacht ist deshalb eine Broschüre, die den Besuchern auch andere Highlights des Ammer-Lech-Lands nahebringt. „Die Schongauer Altstadt, die Lechfloßfahrten oder aber auch das Plantsch sind sicherlich interessante Optionen für Besucher des Märchenwalds. Da ergeben sich Synergien aus einer Zusammenarbeit“, bestätigt Sluyterman. Auch bei den Themen Glasfaseranschluss, Ladesäulen für E-Autos und E-Bikes und einer Reduktion der Geschwindigkeit von 80 auf 50 km/h an der Einfahrt zum Märchenwald will der Bürgermeister gerne unterstützen. Lediglich bei dem Thema der Busanbindung kann er keine große Hoffnung machen: „Ich bin der größte Verfechter eines starken Öffentlichen Nahverkehrs und um unseren Stadtbus beneiden uns viele Städte der Region, aber eine weitere Buslinie ist momentan finanziell leider nicht zu stemmen.“

Angedacht, aber wegen Corona noch nicht durchfinanziert, ist für 2021 auch eine weitere Attraktion, nachdem im hinteren Bereich des Parks nach 28 Jahren das letzte Wildschwein verstorben ist. „Unser Waldemar war wahrscheinlich das älteste Wildschwein der Welt, aber wir haben dem Guinnessbuch der Rekorde leider keine Geburtsurkunde vorlegen können“, schmunzelt Florian Hallmann.

Für die freiwerdende Fläche ist ein Verkehrsübungsplatz für Kinder geplant, der mit Ampeln, Zebrastreifen und Verkehrszeichen einen spielerischen Beitrag zur Sicherheit der Kleinsten im Straßenverkehr beitragen soll. Franziska Hallmann beschreibt eine kleine, bunte Märchenstadt, durch die die Kinder sich mit Tretautos und Traktoren bewegen können. „Wir schauen mal, ob wir es je nach Wetterlage im Winter und Frühjahr umsetzen können und ob sich Partner für das Vorhaben finden lassen. Wenn sich regionale Unternehmen, Vereine und Privatpersonen als Unterstützer mitengagieren, schaffen wir das bestimmt“, sagt sie.

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