Inklusion im "Zenit" – Zentrum für Integrative Arbeit in Peiting eingeweiht

Landtagspräsidentin Barbara Stamm: „Jeder soll seine Chance bekommen.“ F.: Privat

„Wenn Inklusion gelingen soll, brauchen wir einen ersten Arbeitsmarkt, der bereit ist, Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf auch wirklich unterzubringen oder einer Werkstatt wie dieser die nötigen Aufträge zu geben.“

Das waren die Worte von Barbara Stamm, Präsidentin des Bayerischen Landtags, bei der Einweihung des Zenit – Zentrum für integrative Arbeit – in der vergangenen Woche in Peiting. Das Zenit ist ein Teil der Herzogsägmühler Werkstätten, in dem Menschen mit einer psychischen Behinderung Arbeit finden. Die anderen beiden Teile sind die Peiting Werkstatt und die Stammwerkstatt in Herzogsägmühle selbst, wo Menschen mit geistiger Behinderung arbeiten. „Wir brauchen mehr Frühförderung für Kinder mit Einschränkungen, aber auch nach wie vor Behinderteneinrichtungen“, so Stamm weiter. Jeder Mensch solle durch passende Unterstützung persönliche Chancen im Leben bekommen. Arbeit als Mittel zum Zweck, um den Menschen mit Behinderung einen selbst spürbaren Wert zu geben, bezeichnete Wilfried Knorr, Direktor von Herzogsägmuhle, das Anliegen des Zenit. „Auch der seelsorgerliche Aspekt spielt für uns als Diakonische Einrichtung eine Rolle“, verdeutliche Knorr den Mehr-Wert der Arbeit in einer geschützten Werkstatt. Seit 2007 war der Bezirk mit Herzogsägmühe im Gespräch gewesen, ob mehr Arbeitsangebote für Menschen mit einer psychischen Erkrankung bereitgestellt werden könnten. Rund 100 Arbeitsplätze sind nun entstanden, inklusive Arbeitsanleiter. Innerhalb von neun Monaten wurde ein ehemaliger Baumarkt in Peiting umgebaut, eine Fläche von 1 900 Quadratmetern steht nun der Werkstatt zur Verfügung. Dass die Arbeit vor Ort auch mit einer Steigerung der Lebensqualität der Einzelnen einhergeht, betonte Hans Rock, Leiter des Bereiches „Arbeit für Menschen mit Behinderung“ und stellvertretender Direktor von Herzogsägmühle. Seiner Freude, dass in eine Halle, die seit Jahren leer stand, nun wieder Leben eingekehrt ist, gab Peitings Bürgermeister Michael Asam Ausdruck.

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