Innenminister Herrmann weiht neues Gebäude der Schongauer Polizei ein

Schongau – „Was lange währt wird endlich gut“ lautet ein Sprichwort und es passt auf die Situation der Schongauer Polizei. Nachdem diese über lange Jahre hinweg im Münzgebäude unter ungünstigen Verhältnissen ihren Dienst verrichten musste, konnte sie vor kurzem in ihr neues Polizeigebäude einziehen, welches nun im Beisein von Innenminister Joachim Herrmann eingeweiht wurde.

„Mit dem Einzug in das moderne und hervorragend ausgebaute neue Domizil können die Beschäftigten der Polizeiinspektion Schongau nun unter optimalen Arbeitbedingungen zu Werke gehen“, sagte Innenminister Herrmann zu den geladenen Gästen. Er sei, so betonte der Chef der bayerischen Polizei, „sehr zufrieden mit der nun erzielten Lösung in Schongau.“ Im Gegensatz zum Münzgebäude, in welchem die gut 40 Beamten auf engstem, für die polizeiliche Arbeit nur bedingt geeignetem Raum, ihren Dienst versehen haben, muten die Daten und Maße der nun eingeweihten Polizeiinspektion (PI) traumhaft an: Das zweistöckigen Gebäude – es handelt sich hierbei um das ehemalige Telekomgebäude – ist zentral im Ortsbereich von Schongau gelegen. Auf einer Nutzfläche von rund 860 Quadratmetern befinden sich funktionelle Wach- räume und Vernehmungszimmer, ein spezieller Besprechungsraum sowie ein Sportraum zum polizeilichen Einsatztraining. Des Weiteren gehört zum Anwesen ein den Sicherheitsrichtlinien entsprechender großer Betriebshof mit Garagen und Stellplätzen. In knapp zweijähriger Bauzeit entstand aus dem ehemaligen Postgebäude eine hochmoderne Polizeiinspektion. Die Gesamtkosten für die Sanierung belaufen sich auf rund 2,9 Millionen Euro. „Die täglichen Anforderungen an unsere Polizei steigen ständig und deshalb sind die aufgewendeten Investitionsmittel aufs Beste angelegt“, befand der Innenminister und hob hervor, dass die Mittel für dieses Bauvorhaben eine Investition in die Innere Sicherheit Bayerns seien. „Wir betrachten Innere Sicherheit als soziales Grundrecht und entscheidende Voraussetzung für die hohe Lebensqualität unserer Bürger“, unterstrich Herrmann. Franz Mayer, der Polizeipräsident des Polizeipräsidium Oberbayern, ging auf den großen Zuständigkeitsbereich der Schongauer PI ein: „Das ist eine große Herausforderung“, sagte Mayer. Die Polizeiinspektion Schongau gehört zum Direktionsbereich Weilheim und ist für die Sicherheit von mehr als 48000 Einwohnern zuständig. 15 Städte und Gemeinden liegen in ihrem Aufgabenbereich. Sichtlich zufrieden mit dem neuen Gebäude zeigte sich auch Inspektionsleiter Rudolf Fischer. Seit 1988, so habe er zurückverfolgen können, sei man auf der Suche nach einem besseren Standort gewesen, erklärte Fischer. 2002 ging das Telekomgebäude in das Eigentum des Freistaates über. Nach der endgültigen Mittelzusage des Landtags und der Auftragserteilung konnte im September 2006 mit den Umbauarbeiten begonnen werden. Die Segnung erhielt die neue PI von den beiden Pfarrern Friedrich Nägelsbach und Karl Rottach. In seiner kurzen Predigt verwies Pfarrer Rottach darauf, dass ein Staatswesen ohne eine Ordnungsfunktion nicht auskomme. „Ein Polizist hat viele Aufgaben zu bewältigen und das zu jeder Tages- und Nachtzeit“, sagte Karl Rottach und fuhr fort: „Polizist zu sein ist ein wertvoller, aber kein einfacher Beruf. Dieses neue Gebäude unterstützt deren Arbeit nachhaltig“. agj

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