Inthronisationsball in Schongau

Perfekter Start in die närrische Zeit

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Übergab den Rathausschlüssel an das Prinzenpaar: Schongaus Bürgermeister Falk Sluyterman.

Schongau – „Lech-Au!“ schallt es seit diesem Wochenende durch Schongau, denn am Inthronisationsball der Schongauer Faschingsgesellschaft haben die Narren wieder die Regentschaft übernommen. Symbolisch übergab Bürgermeister Falk Sluyterman den Rathausschlüssel an das neue Prinzenpaar Denise I. und Thomas I..

Der Ball ist seit Jahren Kult und die Karten dafür waren auch heuer schnell vergriffen. Umso glücklicher konnten sich die 250 Gäste im restlos ausverkauften Jakob-Pfeiffer-Haus schätzen, dass sie welche ergattern konnten. Und ihre Erwartungen wurden mehr als erfüllt. Die Schongauer Faschingsgesellschaft bot auch unter neuer Führung alles auf, was zu einem perfekten Start in die närrische Zeit gehört.

 Pünktlich um 20.15 Uhr marschierten Mini-Garde, Prinzengarde, Elferrat, Präsident, Hofmarschall, Hofdame und natürlich das alte und neue Prinzenpaar gemeinsam in den Saal und konnten sogleich beweisen, dass das Geschick der Stadt bei ihnen in guten Händen ist. „Ich habe diesen Moment fast schon herbeigesehnt“, gab Bürgermeister Falk Sluyterman unumwunden zu, als er den Rathausschlüssel und damit auch „die Last der Macht“ an Prinzessin Denise I. zur alten Stadt der tanzenden Narren und Prinz Thomas I., Milchbaron zur Burg Rauhenlechsberg übertrug. „In diesen vier Wochen kann ich endlich einer Einladung meines Freundes nach Rio de Janeiro folgen“, verkündete der Entthronte mit einem Augenzwinkern.

 Doch daraus wird wohl erst einmal nichts, denn die neuen Regenten nahmen das Stadtoberhaupt in ihrer lustigen Rede mit in die Pflicht: „Erst wenn koa Auto mehr sei Runde ums Ballenhaus dreht, und koans mehr aufm Marienplatz steht, wenn dort sind die neuen Lichter und so mancher Baum, erst dann woaß i – diesmal ist es nicht nur ein Schongauer Zukunftstraum.“

Doch um dem Bürgermeister die Arbeit ein wenig zu erleichtern, hatte das Prinzenpaar ein kleines Geschenk im Gepäck – ein neues Logo für das „Interkommunale Entwicklungskonzept“, mit der Altenstadter Basilika, dem Schongauer Stadtwappen und im Hintergrund dem Schloßberg. Zugegeben dem Logo der SFG nicht ganz unähnlich. Zusammen mit dem Cocktail aus Fairness, Teamgeist und Begeisterung, den Sluyterman zusammen mit Tobias Kalbitzer mixen durfte, „kann nichts mehr schief gehen im Ammer-Lech-Land“.

Natürlich wurde beim Inthro-Ball nicht nur Reden geschwungen, sondern vor allem getanzt. Den Anfang machte die Mini-Garde mit ihrer tollen Darbietung, gefolgt von der weitestgehend neu formierten Prinzengarde, die ihren flotten Gardemarsch zeigte. Ein Höhepunkt war der wunderschöne Prinzenwalzer, dessen Musik genauso war, wie das Paar selbst: Von schlichter Eleganz, charmant und einfach schön. Für die tanzbegeisterten Gäste hatte die Schongauer Bigband wieder alles im Repertoire, was man sich nur wünschen konnte: Gassenhauer, Schlager, Walzer, Tango und Rumba, hervorragend arrangiert von Stadtkapellmeister Marcus Graf, zogen die Paare wie ein Magnet auf die immer volle Tanzfläche.

Diese musste auch nur selten geräumt werden, aber dann lohnte es sich: Der akrobatische Auftritt der Hofnarren und der Showtanz der Prinzengarde waren echte Hingucker an diesem Abend. Eine wirklich starke Truppe hat Faschingspräsident Andreas Mock heuer um sich geschart.

Davon können sich in nächster Zeit noch viele Faschingsnarren selbst überzeugen, denn in den nur vier Wochen stehen bei Prinzenpaar, Hofstaat und Garde über 30 Auftritte im Terminkalender, bei der Mini-Garde knapp 20. Ein riesiges Programm für einen kurzen Fasching. Doch wie meinte Bürgermeister Falk Sluyterman zu Prinz Thomas, der sich einige frotzelige Vergleiche der Faschingszeit und seiner Körpergröße gefallen lassen musste: „Länge hat nichts mit Größe zu tun.“ In diesem Sinne: Lech-Au!

cho

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