Auftakt der fünften Jahreszeit:

Per U-Bahn nach Schongau

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Ob das eine gute Idee war? Bürgermeister Falk Sluyterman übergab den Rathausschlüssel beim Inthronisationsball an das frischgebackene Schongauer Prinzenpaar.
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Ob das eine gute Idee war? Bürgermeister Falk Sluyterman übergab den Rathausschlüssel beim Inthronisationsball an das frischgebackene Schongauer Prinzenpaar.
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Ob das eine gute Idee war? Bürgermeister Falk Sluyterman übergab den Rathausschlüssel beim Inthronisationsball an das frischgebackene Schongauer Prinzenpaar.
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Ob das eine gute Idee war? Bürgermeister Falk Sluyterman übergab den Rathausschlüssel beim Inthronisationsball an das frischgebackene Schongauer Prinzenpaar.
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Ob das eine gute Idee war? Bürgermeister Falk Sluyterman übergab den Rathausschlüssel beim Inthronisationsball an das frischgebackene Schongauer Prinzenpaar.
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Ob das eine gute Idee war? Bürgermeister Falk Sluyterman übergab den Rathausschlüssel beim Inthronisationsball an das frischgebackene Schongauer Prinzenpaar.

Schongau – Ein märchenhaft aussehendes, aber gewitztes Prinzenpaar, ein atemberaubender Showtanz und ein neues Ehrenmitglied. Die Schongauer Faschingsgesellschaft feierte den Auftakt der närrischen Zeit mit einer rauschenden Ballnacht am Samstagabend im Jakob-Pfeiffer-Haus.

„Mit dem Thema Straßenausbaubeitragssatzung will ich nichts mehr zu tun haben“, legte Bürgermeister Falk Sluyterman einen Arbeitsauftrag für Prinzessin Lisa I. vom Reich der Weltenbummler und Prinz Stefan I. von der Burg der Flammentöter, die die Regentschaft im Rathaus übernahmen, vor. Zudem wünschte er sich mit der Anspielung auf die Herkunft des Prinzenpaars, nämlich Auto­haus Heuberger und Optik Kassebaum, einen neuen Dienstwagen und eine neue Brille „um den Durchblick, von dem manche glauben, dass ich ihn nicht habe“, zu gewinnen.

Berliner Vorbild

Ob es aber klug war, den Rathausschlüssel in mutwillige Narrenhände abzugeben, sei dahingestellt. Die neuen Prinzen hatten sich nämlich schon in aller Welt umgesehen, um sich neue Ideen für Schongau zu holen. Für Strabs-geplagte Anwohner schlugen sie einen Wegezoll vor, um die Gebühren wieder reinzuholen. Die Bernbeurer Nahversorgung wollen sie statt Supermarkt per U-Bahnanschluss nach Schongau regeln. Natürlich mit einer Fahrzeit von zehn Minuten. Die Altstadthäuser sollen bunter und die Stadtmauer nach Berliner Vorbild am besten mit Flamingos, Einhörnern und nackerten Frauen bemalt werden. Das Rinnsal vom Marienplatz wollten sie zum Bewässerungsgraben um die Stadtmauer ausbauen. Gesäumt von Tulpen und „Kräutern“, die geraucht, die Schongauer etwas gelassener in die Welt schauen lassen.

Kunstvoll waren in die Antrittsrede noch die Stadtrats- und andere Politikernamen eingebaut. Ja, es ist Fasching und beim Thema Strabs denkt man gerne an etwas anderes. So hatte sich das Prinzenpaar im Beate Uhse-Shop nach einem Straps-Abschaffungs-Gerät (im nicht-Faschings-Sprachgebrauch: Schere) umgesehen, mit dem sie den Bürgermeister gleich von den lästigen Straps-en befreiten. Die hatte er mit Hilfe von Ex-Präsident Sigi Müller – „der hat von sowas keine Ahnung“, so der Hofmarschall süffisant – etwas unkonventionell über die Schulter gezogen angelegt.

Aber auch sonst machte der Ball jede Menge Spaß. Die glänzend aufgelegte SOG-Bigband unter der Leitung von Marcus Graf gab richtig Gas und lockte zahlreiche Paare auf die fast etwas knapp bemessene Tanzfläche. Die lag dieses Jahr wunderschön dekoriert unter einem Himmel von mehr als 99 Lampions. Auch die Bar war stylisch aufgepeppt worden.

Neue Maßstäbe

Ebenfalls eine Augenweide war das Prinzenpaar. Sie in einem Traum aus blauer Seide mit Funkelsteinchen, er in einer historischen Feuerwehr-Uniform. Den Prinzenwalzer hatten sie perfekt einstudiert. Dem romantischen Teil folgte eine pfiffige Tanznummer mit Hebefigur. Die goldige Mini-Garde schwang schon gekonnt die Beine und bewies, dass würdiger Nachwuchs für die Großen bereit steht. Die setzten mit ihrem Showtanz neue Maßstäbe. Die Trainerinnen Anne Löw, Larissa Muschler und Barbara Müller hatten ganze Arbeit geleistet. So überraschten die Gardetänzerinnen, die mit blinkenden Masken einmarschierten, zuerst mit einer Schwarzlicht-Show und dann in schwarz-rot-goldenen Kostümen mit rassigen Tanznummern und akrobatischen Hebefiguren.

Über eine besondere Ehrung durfte sich Helga Reichert freuen. Seit 38 Jahren bereichert sie die Faschingsgesellschaft als „Mädchen für alles“ im Hintergrund und darf sich nun, ausgezeichnet mit dem großen Verdienstorden am Bande Ehren-Mitglied nennen.

Ursula Fröhlich

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