Investition in die Zukunft – Hadersbeck verkündet auf Bürgerversammlung Ausbau des Breitbandnetze

Auf großes Interesse stieß die Bürgerversammlung, was sicherlich auch an den wichtigsten Daten und Eckzahlen zur Entwicklung der Gemeinde im vergangenen Jahr gelegen hat, vor allem aber am Vorhaben, die Gemeinde an ein modernes Breitbandnetz anschließen zu lassen.

Nachdem sich der Gemeinderat vor kurzem dazu entschlosse, in der Schönachgemeinde ein modernes, zukunftweisendes Breitbandversorgungsnetz installieren zu lassen, wurde nun die Bürgerschaft informiert. Auf 368000 Euro beläuft sich die Summe, die in die Hand genommen werden muss, damit die leistungsstarken Glasfasern im Boden versenkt und später die Übertragungsgeschwindigkeit erheblich gesteigert werden kann. „Das ist eine Investition in die Zukunft und ein Beitrag zur Verbesserung der Infrastruktur“, sagte Bürgermeister Albert Hadersbeck zu den Anwesenden. Noch vor dem Sommer soll mit den Arbeiten begonnen werden. Doch wo Licht ist, ist bekanntlich auch Schatten, denn die Anngelegenheit muss finanziert werden. Da die Gemeinde dies aus eigener Kraft nicht kann, werden die Grundstückseigentümer heran gezogen: Für ein Jahr steigt die Grundsteuer um rund 50 Prozent an. Zahlte ein Grundeigentümer oder auch ein Besitzer einer Eigentumswohnung bisher beispielsweise 300 Euro Grundsteuer, so muss er diesmal 450 Euro zahlen. Damit allerdings zeigten sich nicht alle Bürger einverstanden. Vor allem ältere Einwohner, die das Internet nicht nutzen, verwehrten sich dagegen. Doch Bürgermeister Hadersbeck verwies darauf, dass es sich hierbei um eine Solidarabgabe handele, die letztendlich sogar zu einem Wertzuwachs der Immobilie führe. Neben diesem brandaktuellen Thema hatte Hadersbeck auch einige wichtige Eckzahlen parat: Seit Jahren bereits ist die Gesamteinwohnerzahl leicht rückläufig. Betrug sie 2006 noch 3539, so zählte Altenstadt zum 1. Januar 2010 noch 3478 Einwohner. Mit Freude verkündete Hadersbeck, dass die Geburten im Gegensatz zum Vorjahr von 24 auf 29 gestiegen sind. Finanziell ist zwar weiterhin Sparsamkeit das Gebot der Stunde, doch kann die Gemeinde noch immer ohne rigorose Maßnahmen wirtschaften. Der Schuldenstand ist mit 2,8 Mio. Euro nahezu gleich zum Wert von 2008. Damals vermeldete der Gemeindechef eine Schuldenlast von 2,789 Mio. Euro. Die Investitionen stiegen leicht von 887000 auf nunmehr 946000 Euro an. Gut voran schreitet der Feldwegebau. 3,5 Kilometer an neuen Wirtschaftswegen wurden im vergangenen Jahr gebaut. Insgesamt 400000 Euro wurden dafür verwendet, von denen die Gemeinde rund 100000 Euro selbst trug. Als Erfolg wertete der Bürgermeister auch den Ausbau der Kreisstraße von Altenstadt nach Schwabsoien. „Dafür haben wir 40 Jahre gekämpft“, bemerkte dieser. Schule und Kindergarten warteten im vergangenen Jahr mit je 200000 Euro an laufenden Kosten auf.

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