Haushalt 2018

Erfreuliche Böbinger Finanzen

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Von der „Investition in die Zukunft der Böbinger Kinder“ profitiert vor allem die Schule – eine neue Serveranlage und ein Umbau der Mittagsbetreuung stehen 2018 an.

Böbing – Am vergangenen Montag verabschiedete der Gemeinderat in Böbing den Haushalts- und Finanzplan 2018. Während das Thema Finanzen bei den Verantwortlichen anderer Gemeinden regelmäßig die Schweißperlen auf die Stirn treibt, sah der Gemeinderat um Bürgermeister Peter Erhard dem Bericht des Finanzausschusses für das Jahr 2017 eher gelassen entgegen.

Einen großen Kostenfaktor bildeten mit gut 145.000 Euro die Gastschulbeiträge, die an Peißenberg für die aus Böbing an die dortigen Schulen pendelnden Schüler geleistet werden. Die hier entstandenen Mehrkosten von rund 65.000 Euro waren in den Nachzahlungen für die Jahre 2015 und 2016 begründet.

Auch der ungedeckte Beitrag für die Kindergärten ist mit etwa 132.500 Euro recht hoch, wenn auch mit gut 14.000 Euro weniger, als geplant. Dies sieht Robert Eder, Vorsitzender des Finanzausschusses, jedoch nicht negativ. „Dieser Betrag ist eine Investition in die Zukunft der Böbinger Kinder“, betonte Eder in seinem Fazit. Und es wird weiter in den Nachwuchs investiert: Eine neue Serveranlage für die Schule sowie ein Umbau der Mittagsbetreuung sind Themen für 2018. Alles in allem sei das Finanzjahr 2017 aber sehr erfreulich gewesen. Das lag unter anderem auch am gestiegenen Gewerbesteuerzufluss, der die veranschlagten Einnahmen um 281.000 Euro übertroffen hat. Dafür sind die Einnahmen aus der Einkommensteuer etwas gesunken.

Positives gibt es vom Breitbandausbau zu berichten, der Böbing, neben der Verbesserung des Mobilfunknetzes, fit für die Zukunft machen soll. Die Gemeinde hat einen Kredit bei der Förderbank Bayern beantragt, für die der Ausbau des Hochleistungsnetzes ein strategisches Interesse für den Wirtschaftsstandort Bayern bedeutet. Daher wurden für die Kreditsumme von 140.000 Euro bei einem Zinssatz von null Prozent auch keine Zinsen fällig, die das Ergebnis mindern. Dies wird voraussichtlich auch für den zweiten Teilbetrag in gleicher Höhe in 2018 der Fall sein. Die allgemeinen Rücklagen konnten somit insgesamt um über 500.000 Euro aufgestockt werden.

Ein bisschen Stolz schwang mit, als Peter Erhard sein Resümee zog. Wenn man andere Kommunen anschaue, die auf Pump lebten, stehe Böbing sehr gut da. Er erinnerte aber auch an schwierige Zeiten, z.B. 2008, ein Jahr in dem der Haushalt ganz eng genäht gewesen sei, so Erhard. Nun sei aber die gesamtwirtschaftliche Lage gut und man könne sich die Ausgaben guten Gewissens leisten. Im Fokus stehen ganz klar Investitionen in Kinder und Infrastruktur. Mit Rücklagen von knapp 1.400.000 Euro und Schulden von gut 400.000 Euro beläuft sich das Pro-Kopf-Guthaben der Böbinger Bürger zum Ende 2017 auf rund 540 Euro. Die Bürger mögen aber bitte nicht morgen bei ihm im Büro stehen, um den Betrag abzuholen, scherzte Erhard.

Als Erfolgsfaktor bewertete Erhard den alljährlich stattfindenden Kassensturz im September, der als Gradmesser für den Erfolg diene und genügend Raum für Korrekturmöglichkeiten böte. Alles in allem war es keine Überraschung, dass die Abstimmung sowohl über die Haushaltssatzung als auch den Finanzplan 2018 einstimmig erfolgte.

Stefanie Spengel

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