Einstimmiger Beschluss

„Ja“ zur Sanierung der Peitinger Eissporthalle

Das Eisstadion ist die größte Sportstätte in Peiting. Hier eine Ansicht von Norden.
+
Das Eisstadion ist die größte Sportstätte in Peiting. Hier eine Ansicht von Norden.

Peiting – Einmütige Willensbekundung: Mit 24:0 Stimmen ist der Beschluss gefasst worden, dass sich der Marktgemeinderat Peiting für eine Sanierung der Eissporthalle ausspricht. Es soll ein Projekt in mehreren Etappen sein. Die finanziellen Mittel werden in den Haushalten 2021 bis 2025 eingeplant. Die Kosten sind auf sechs Millionen Euro veranschlagt.

Die Aussage der sechs Millionen Euro basiere auf Untersuchungen durch Fachplaner der betroffenen Gewerke in Abstimmung mit dem Marktbauamt. Zu dem ermittelten Wert sei dann der Kostensteigerungsindex für Baukosten bis zur geplanten Fertigstellung hinzugerechnet worden, erklärte Bürgermeister Peter Ostenrieder am Tag nach dem Beschluss auf Nachfrage des Kreisboten. Der Rathauschef: „Der Wert ist also relativ solide ermittelt!“

Im Vorfeld sei durchaus großer Aufwand betrieben worden, um auch wirklich konkrete Zahlen nennen zu können. Die Photovoltaikanlage ist laut Bürgermeister in den Kosten nicht enthalten. Diese werde über eine gesonderte Fördermaßnahme laufen. Wichtig sei in der Betrachtung, dass derartige Maßnahmen normalerweise gar nicht gefördert werden, wenn es nicht spezielle Programme dazu gibt. Ostenrieder gegenüber der Redaktion: „So eines wollen wir jetzt anzapfen, und darauf haben wir uns gut vorbereitet.“

Der Förderantrag, so informierte der Bürgermeister in der Sitzung die Marktgemeinderäte, soll noch im Oktober 2020 eingereicht werden. Das Förderprogramm des Staates sei zeitlich begrenzt. Da sei mit 45 Prozent der Kosten zu rechnen. Die Gemeinde müsse sich freilich darauf einstellen, dass der Staat die finanzielle Unterstützung mit einem Maximalbetrag deckeln werde, so der Rathauschef.

SPD-Gemeinderat Peter Gast, langjähriger Geschäftsführer des EC Peiting, richtete seinen Dank an die Kollegen im Gremium für das klare Signal zur Sanierung. „Das gehört gemacht, damit die große Sportstätte für nachfolgende Generationen erhalten bleibt“, sagte Gast. Er habe das Thema angestoßen; Anlass sei das undichte Dach gewesen. Auch in Landshut, Deggendorf oder Rosenheim seien die Eissporthallen auf Vordermann gebracht worden.

Die Eispiste in Peiting-Birkenried wurde 1972 errichtet. Im Jahr 1988 wurde die Eisfläche mit einer Leimbinder- bzw. Stahlkonstruktion sowie mit speziell angefertigten Platten überdacht. Mit Stahlbetonstützen und eingesetzten Wandscheiben wurde das Eisstadion umschlossen. Nun soll die Halle so ertüchtigt werden, dass auf einem energetisch ansprechenden hochwertigen Niveau weiterhin Spitzen-, Breiten- und Freizeit­sport betrieben werden kann.

Eigentümer ist die Marktgemeinde Peiting. Als Betreiber fungiert der EC Peiting. Der zahlt eine Pacht an die Gemeinde, erhält freilich für den Unterhalt der Sportstätte mitsamt der Hausmeisterkosten einen jährlichen Zuschuss der Gemeinde. Das sind 50.000 Euro.

Die Verwaltung bereitet derzeit den Förderantrag vor, der bis zum 30. Oktober eingereicht werden muss. Eventuellen Förderanträgen muss ein Gemeinderatsbeschluss beiliegen, der zusichert, dass die Generalsanierung vom Marktgemeinderat befürwortet wird und dass in den Haushalten für die Jahre 2021 bis 2025 die nötigen Mittel für die Maßnahme bereitgestellt werden. Die Sanierung erfolgt in mehreren Etappen und soll so ablaufen: Im ersten Schritt soll die Eisfläche erneuert werden. Diese wurde vor 48 Jahren errichtet und ist zum Erdboden hin nicht bzw. nur geringfügig gedämmt. Die Piste soll aufgedoppelt werden, um somit das Gefrieren des Bodens und die Frostschäden an der Oberfläche zu vermeiden. Das Niveau wird um zirka 40 Zentimeter höher.

Die Dachkonstruktion weist Schäden an der Eindeckung auf. Sie besteht aus speziell angefertigten Dachplatten, die heutzutage nicht mehr hergestellt werden. Durch die Schäden wurde auch die Dachhaut (Bitumenschweißbahn, Schalung) beschädigt. Die Erneuerung soll mit einem Blechdach erfolgen, das dann aufgrund der Gewichtseinsparung eine vollflächige Fotovoltaikanlage ermöglicht.

Im Stadion muss der Kabinentrakt generalsaniert werden. Die Fenster dürfen aus schallschutztechnischen Gründen nicht mehr geöffnet werden und sollen deshalb als dreifache Festverglasung ausgeführt werden. Hinzu kommt die Sanierung der allgemeinen Räumlichkeiten mit Umkleidekabinen, Toiletten, Gemeinschaftsduschen samt Lüftungsanlage, Gastronomie sowie der verglasten Giebelflächen.

Johannes Jais

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Langhammer’s Lackiererei im Schongauer Osten
Langhammer’s Lackiererei im Schongauer Osten
Bizarre Prozession am Schongauer Schulzentrum
Bizarre Prozession am Schongauer Schulzentrum
Anzeige nach Sauna-Mogelei im Schongauer Plantsch
Anzeige nach Sauna-Mogelei im Schongauer Plantsch

Kommentare