Sanierungs-Start

Am Schongauer Münzgebäude haben die Arbeiten begonnen

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Rund ein Jahr soll die Sanierung des mittelalterlichen Münzgebäudes nun dauern. Am Montag rückten die ersten Arbeiter an.

Schongau – Startschuss am Münzgebäude: Am vergangenen Montag rückten die Arbeiter an, um das denkmalgeschützte Haus zu sanieren. Die Maßnahmen werden voraussichtlich bis Februar 2020 andauern. Die veranschlagten Kosten für das Großprojekt liegen bei rund 2,9 Millionen Euro.

Mit der Sanierung des mittelalterlichen Gebäudes wurde das Architekturbüro Sunder-Plassmann aus Greifenberg (Landkreis Landsberg) betraut. Im Erdgeschoss und im ersten Stock sollen die Büros für das Seniorenamt des Landkreises entstehen, im Obergeschoss ist außerdem ein Teamraum für die Behörde vorgesehen. Der Hauptzugang zum gesamten Gebäude soll von der Südseite her – in Verlängerung des bestehenden Gehwegs – erfolgen. Der aktuelle Haupteingang sei gerade für Senioren zu eng, betonte Architekt Benedikt Sunder-Plassmann bei der Vorstellung seiner Entwürfe vor rund einem Jahr.

In das Dachgeschoss mit historischem Dachstuhl soll ein kleiner Versammlungsraum eingebaut werden. Ein Lift soll künftig alle Stockwerke barrierefrei verbinden. Zudem ist neben der Treppe im Inneren ein weiterer Fluchtweg notwendig, welcher in Form einer Außentreppe ans Dachgeschoss angeschlossen werden könnte.

Nach rund zehn Jahren Leerstand soll dann also wieder Leben in das ehemalige Gefängnis- und Polizeigebäude einkehren. „Mit der Beseitigung des Leerstandes und der Sanierung wird das Gebäude wieder an Bedeutung gewinnen“, äußerte sich Bürgermeister Falk Sluyterman bei der Vorstellung der Planungen optimistisch.

Die Vorschläge des Architekten Sunder-Plassmann beziehen sich auch auf die Stadtmauer und die Außenbereiche. Ein Zugang zur Stadtmauer sowie die Erschließung dieser Richtung Osten, könne er sich ebenso gut vorstellen, wie eine Gartenanlage mit Kräutergarten und Brunnen. Pläne, die die Stadtmauer betreffen, können jedoch ohnehin erst im Zuge der Sanierung derer stattfinden.

Jetzt erfolgte aber zunächst der Sanierungsstart für das Münzgebäude an sich. Das Haus wird nun bis voraussichtlich Februar 2020 unter Beachtung denkmalrechtlicher Vorgaben und in Abstimmung mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege in Stand gesetzt, wie Meike Petro, bei der Stadt zuständig für Wirtschaftsförderung und Öffentlichkeitsarbeit, mitteilte.

Einen kleinen Wermutstropfen haben die Sanierungsmaßnahmen allerdings für die Fußgänger, die in die Stadt wollen: Aufgrund der Baustellentätigkeiten wird der östliche der beiden Fußgängerdurchgänge des Münztores für diesen Zeitraum nicht zugänglich sein, heißt es weiter aus dem Rathaus. Und weiter: „Fußgänger werden gebeten den westlichen Durchgang zu nutzen.“

asn

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