Jubiläum in Schongau

20 Jahre Seniorenbeirat

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Information bieten, Anliegen Gehör verschaffen. Darin sieht der Seniorenbeirat wichtige Handlungsfelder.

Schongau – Seit 20 Jahren gibt es in Schongau einen Seniorenbeirat. Anlass für seine aktuelle Vorsitzende Elisabeth Wagner, zurückzublicken und ein Zwischenfazit zu ziehen.

20 Jahre Seniorenbeirat der Stadt Schongau bedeuten für sie selbst: Für Belange der Senioren einsetzen, die Interessen der wachsenden Zahl an Senioren zu vertreten, den Senioren eine Stimme zu verleihen, zum Beispiel im Stadtrat. So fasste Wagner es zusammen.

Dem Einsatz von Arthur Simnacher und Stadträtin Gitti Ressle sei das Entstehen des Seniorenbeirats zu Verdanken gewesen, dessen Amt des 1. Vorsitzenden Simnacher selbst übernahm, während Ressle als Seniorenbeauftragte fungierte.

Danach lag die Leitung des Seniorenbeirates bis 2011 bei Kornelia Funke; die dann die Rolle der Seniorenbeauftragten im Stadtrat einnahm, für die aktuell Siegfried Müller verantwortlich ist. „Die Seniorenbeauftragten sind bei allen unseren Sitzungen anwesend, tragen die Anliegen des Seniorenbeirats in den Stadtrat“, schildert Wagner, ihrerseits seit 2011 Vorsitzende. „In all den Jahren sind viele Informationsveranstaltungen mit seniorenrelevanten Themen organisiert worden, um Beispiel in Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus, mit Vorstellung der geriatrischen Einrichtungen, Operationen an Wirbelsäule, Hüfte, gesunde Ernährung“, zählt sie auf. Daneben stellten sich die verschiedenen Einrichtungen der Stadt vor, beispielsweise bei der Besichtigung der Kläranlage, des Bauamtes, beim Besuch der beiden Seniorenwohnheime und im Gespräch mit Bauamtsmitarbeitern.

Denn als eine der Hauptaufgaben des Seniorenbeirats erachte sie die Information zu seniorenrelevanten Themen wie Vererben, Betreuungsrecht, Pflegegrade, digitales Erbe, Erkrankung an Demenz, Pallitiv- und Hospizarbeit, Pflege zu Hause, teilweise auch durch Mitglieder aus dem Seniorenbeirat selbst.

Der Seniorentag findet alle drei Jahre statt. Er sei stets von „großem Interesse der Bevölkerung“ begleitet, zuletzt im Frühjahr 2019. Eine weitere Hilfe sieht Wagner in der weiterentwickelten Seniorenbroschüre. „Als Vorsitzende bin ich auch Mitglied im Sozialbeirat des Landkreises und des Teilhabe Beirates“, fasste sie beim Jubiläum zusammen. „Daneben arbeite ich im Ausschuss für die Gesundheitsregion plus, mit der Erarbeitung einer Anlaufstelle für Erkrankte, besonders an Krebs.“ Gehör finde der Seniorenbeirat so auch im Integrierten Stadt­entwicklungskonzept (ISEK).

Als weitere größere Veranstaltungen nennt Wagner das Testen der Fahrtauglichkeit mit der Verkehrspolizei, in Zusammenarbeit mit der Realschule Schongau haben Schüler die Geschäfte und die Innenstadt auf Rollator- und Rollstuhltauglichkeit geprüft und in einem Konzept ausgearbeitet. „Auch ein Training für Busfahren mit Hilfsmittel in einem bereitgestellten Bus der RVO war gut angenommen worden.“

Als Erfolg bewertet sie die freie Fahrt mit dem Stadtbus für ein Jahr bei Rückgabe des Führerscheins. „Im Stadtrat wurden dann sogar zwei Jahre genehmigt und auf Landkreisebene hat man nach dem Beispiel der Stadt Schongau sogar drei Jahre freie Fahrt erlaubt.“ Dass der RVO-Bus ins Gelände des Krankenhauses hineinfährt, um Besuche zu erleichtern, beruhe auf einer Anregung des Seniorenbeirats.

Durch die Unterstützung seines Mitglieds Herrn Vollmann wirke der Seniorenbeirat insofern an Bauvorhaben der Stadt mit, als dass der Blick aufs barrierefreies Bauen geschärft werde, beispielsweise beim Aufgang am Bahnberg, am Buchenwegparkplatz, im Münzgebäude und beim Aufgang von der Hauptstraße, an Buswartehäuschen und zuletzt an der Markt­oberdorferstraße. Weitere Beispiele seien die Ruhebank am Kolpingweg sowie auch vorläufiges Absenken der Gehwege in der Altstadt, insbesondere in Wein- und Karmeliterstraße sowie die Entfernung der Pflasterung vor dem Hl Geist-Spital. „Eine noch laufende Aktion ist der Ausbau am Bahnhof, bei welcher inzwischen das Landratsamt und die Bahn mobilisiert werden konnten.“

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