Ungewohnter Anblick

Jahrhundertealte Linde am Tannenberger Ortseingang gefällt

Linde Tannenberg Fällung
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Deutlich zu erkennen, wo der dritte Seitenstamm abging. Er war schon im Vorfeld umgestürzt.
  • vonRasso Schorer
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Tannenberg – Hätte sie niederschreiben können, was sie im Laufe der Jahrhunderte erlebt hat, es wären gewiss mehrere Bände zusammen gekommen. Nun wurde die Linde am Dorf­eingang Tannenberg gefällt.

Mindestens 150 bis 300 Jahre dürfte sie alt gewesen sein. Verglichen mit der Friedenslinde, die bei der Kirche steht, kann man nur grob schätzen. „Diese wurde nach dem 1. Weltkrieg gepflanzt“, erzählt Albert Bißle, der nebenan sein Wohnhaus hat. An Stammumfang und Größe hinkt die Friedenslinde ihrer älteren Schwester deutlich hinterher.

Wie im Vorfeld begutachtet, stellte deren Zustand vor allem bei Starkwind oder Sturm mittlerweile eine Gefahr dar. Ein Stück des einst dreigeteilten Stammes war schon durch Fäulnis abgebrochen. „Ein Glück, dass damals niemand zu Schaden gekommen ist“, so ein Anwohner. Drei gespannte Seile hielten zuletzt die anderen beiden Stämme, mit Beastung über 30 Meter hoch, zusammen. Das sollte vor einem Auseinanderbrechen schützen. Ein Zustand, der nicht mehr zu verantworten war.

Nun rückten die Arbeiter an. Am Abend erinnerten nur noch die einzeln am Boden liegenden Stücke an die einst so stattliche Linde.

Hans-Helmut Herold

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