Start in die Sommersaison

Frühling im Schongauer Märchenwald

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Der Märchenwaldzug hat über die Wintermonate einen richtigen Bahnhof bekommen. Chefin Susanne Hallmann gibt als Bahnhofsvorsteherin grünes Licht. Zugführerin spielt an diesem Tag Schwiegertochter Franzi, sehr zur Freude von Töchterchen Julia.

Schongau – Sie begeistern seit vielen Generationen: Die Märchen der Gebrüder Grimm wurden tausendfach vorgelesen oder erzählt. In diese Welt entführt der Schongauer Märchenwald. Da werden bei manchem Erinnerungen an die Kindheit wachgeküsst.

Seit über 50 Jahren gibt es den Anlaufpunkt für Jung und Alt. Damals waren es Hans und Gretel Schmid, die den Märchen der Gebrüder Grimm ein Zuhause gaben – und Hänsel und Gretel in Schongau sesshaft werden ließen. In kleinen Hütten, in denen die Geschichten bildlich dargestellt werden. Natürlich mit den jeweiligen Erzählungen aus dem Lautsprecher auf Knopfdruck dazu.

Viele Handgriffe

Nun herrscht Frühlingserwachen im Märchenwald: Über die Wintermonate durften sich die beliebten Figuren inklusive Park­eisenbahn etwas Ruhe gönnen. Nicht so das Personal. Das hatte alle Hände voll zu tun, neue Geräte zu installieren sowie die Anlage herzurichten.

So wie den zweiflächigen Spielplatz, der mit neuen Geräten bestückt wurde. Diese sind so aufgestellt, dass die Kinder immer im Blickfeld der Eltern sind, auch wenn diese sich einen gemütlichen Kaffee auf der Terrasse gönnen.

Wie von Junior-Chef Florian Hallmann vor Ort zu erfahren ist, wurden alle Zäune um die Gehege erneuert. „Damit auch kleine Kinder in Augenhöhe mit den Tieren sind.“ 22 Ziegen in verschiedener Größe und Rasse tummeln sich rund um den aufgetürmten Felsbrocken. Obenauf der Liebling aller Kinder: Joschi, der sich immer geduldig streicheln lässt und aus der Hand frisst.

Was Schongau nicht hat, der Märchenwald hat es jetzt: Über die Wintermonate entstand ein völlig neuer Bahnhof mit allem Drum und Dran. Großzügig der Wartebereich, natürlich überdacht. Sogar ein eigenes Dienstzimmer mit passender Möblierung wurde für den Vorsteher eingerichtet. Und Hallmann setzt noch eins drauf, denn gleich in der Nähe wird eine zusätzliche Toilettenanlage gebaut.

Dabei ist die Entstehung des neuen Bahnhofs kurios: „Eigentlich wollten wir nur eine Bretterwand mit Verhaltensregeln zum Zugfahren aufstellen“, erklärt Hallmann. Dann kam noch eine Rückwand dazu, zusätzlich wurde diese überdacht. Vater und Sohn Hallmann übertrumpften sich gegenseitig mit Ideen.

Auch bei einigen der Märchenhäuschen hat sich etwas getan. Wie bei dem der „7 Raben“, wo ein großer Glasberg die entscheidende Szene darstellt, in der das Mädchen die sieben Brüder wieder sieht. Hätten Sie den Ausgang des Märchens noch gewusst?

Man hat sogar schon für die Gäste einen Teppich ausgerollt. Nicht wie sonst einen roten, im Märchenwald ist er grün: Hallmanns und ihre Helfer haben fast 300 Quadratmeter Rollrasen verlegt. „Der letzte heiße Sommer hat den Rasenflächen sehr geschadet. Da hätte es einfach zu lange gedauert, bis neuer Rasensamen aufgegangen wäre.“ Für die Gäste soll ja schließlich alles top in Ordnung sein.

hh

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