Ehrenamtliche bauen Brücke wieder rauf

Der Josef-Straub-Steg ist zurück

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Peitings Bürgermeister Michael Asam bedankt sich bei den ehrenamtlichen Helfern rund um Thomas Huber (Mitte, mit Hut).

Peiting – Bürgermeister Michael Asam zeigte sich tief beeindruckt vom Ergebnis, das ihm vergangenen Samstag präsentiert wurde. „Super Leistung“, honorierte er die Arbeit eines freiwilligen Bautrupps, der vom Peitinger Thomas Huber ins Leben gerufen wurde. Zusammen mit einer Gruppe von Senioren war es dem 82-jährigen Huber gelungen, den Josef-Straub-Steg am Schwarzlaibach wieder aufzubauen.

Gut 20 Jahre lang überbrückte der Steg, benannt nach dem ehemaligen Chef des Peitinger Bauhofs, den Schwarzlaichbach zwischen Peiting-Hausen und dem Ortsteil Grabhof. 2011 wurde er durch ein schweres Hochwasser vollständig zerstört. Für die Peitinger Behörden machte es jedoch wenig Sinn, den Steg zu erneuern. Ein derartiges Unterfangen wäre teuer und aufwendig gewesen – das Gelände ist nur zu Fuß zu erreichen, zudem extrem feucht und rutschig. Außerdem handelt es sich um keinen „offiziell“ ausgewiesenen Wanderweg. Fraglich war auch, wie lange eine neue Konstruktion überhaupt halten würde. Huber und seine Mitstreiter schreckte das nicht. In aufwendiger Handarbeit gelang es den ehrenamtlichen Arbeitern, den Steg in etwas weniger als einem Monat neu aufzubauen. Und das mit nur 1000 Euro Kapital, das der Markt Peiting der Truppe zur Verfügung stellte. Damit wurden unter anderem zwei Eisenträger besorgt, die die Firma Mayr aus Böbing kostengünstig vermittelte. Als weitere Baumaterialien wurden überwiegend Teile des alten Stegs recycelt. Die Überbleibsel des alten Stegs mussten jedoch vorher freigelegt und mühsam gereinigt werden. Die alten Träger waren durch das Hochwasser derart verbogen, „wie wenn sie aus Gummi wären,“ schilderte Konrad Klein die Aktion. Tatkräftige Unterstützung leisteten auch die angrenzenden Landwirte, Franz Daibler und Franz Stöger. Seit Generationen verbindet der Weg die Höfe in Grabhof mit Peiting. Wenn da Leute ehrenamtlich aktiv werden, sagte Daibler, „da hilft man natürlich gerne“. „Nur so kann’s gehen“, lobte Asam den ehrenamtlichen Einsatz. Zwar bestünde für den Steg keinerlei Haftung seitens der Gemeinde, jedoch sei so alles viel schneller, kostengünstiger und vor allem unkompli-zierter vonstatten gegangen – von der Professionalität, mit der die Arbeiten ausgeführt worden waren, ganz zu schweigen.

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