Wettkampf junger Forscher

Schongauer Jung-Tüftler keine Runde weiter

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Strahlende Sieger: Neun Erstplatzierte von „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ dürfen zu den bayerischen Landeswettbewerben in München und Regensburg. Links: Kerstin Giebel, Patenbeauftragte von Hoerbiger. Rechts: Dr. Stefan Felber, Leiter der Regionalwettbewerbe im Voralpenland.

Schongau – Neun Nachwuchsforscher aus dem Voralpenland haben sich bei „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ für die Landeswettbewerbe in München und Regensburg qualifiziert. Die Teilnehmer aus der Region gingen dieses Mal leer aus. Einen Sonderpreis durften Paula Schindele (15) und Regina Schmid (17) vom Schongauer Welfen-Gymnasium für „Lenard, ein LED Bildschirm“ entgegennehmen.

„Es ist immer wieder erfreulich zu sehen, mit welchem Elan die jungen Forscherinnen und Forscher an die Aufgaben herangehen und mit welcher Begeisterung sie ihre Ergebnisse vorstellen“, sagte Dr. Ansgar Damm, Leiter Forschung & Entwicklung der Hoerbiger Antriebstechnik Holding GmbH, bei der Siegerehrung in der Schloßberg­halle Peiting. Um auf solche Ideen zu kommen, müsse man die Welt mit offenen Augen betrachten und ihre Herausforderungen, Widersprüche und Unzulänglichkeiten identifizieren, um sie zu überwinden. „Diese Grundhaltung spiegelt sich auch im Motto des diesjährigen Wettbewerbs wieder“, betonte Dr. Damm: „Schaffst Du!“

In der Sparte „Jugend forscht“ haben sich vier Projekte und fünf Nachwuchswissenschaftler für eine Teilnahme am bayerischen Landeswettbewerb qualifiziert. Die Arbeiten entstammen den Fachgebieten Arbeitswelt und Biologie. Cedric Steiert (16) und Samuel Fäßler (17) vom Gymnasium Lindenberg überzeugten die Jury mit ihrer Heustock- und Heuballentemperaturüberwachung. Sie überwacht die Temperaturentwicklung von gelagertem Heu rund um die Uhr und meldet entstehende Brandherde automatisch. Für ihr Projekt wurden sie im Fachgebiet Arbeitswelt mit einem ersten Platz ausgezeichnet.

Gemeinsam mit Lukas Straub (17) heimste Samuel Fäßler einen zweiten Sieg im Fachgebiet Arbeitswelt ein. Die beiden Jungforscher untersuchten, inwieweit sich naturbelassene Schafwolle als Ersatz für Plastik verwenden lässt, etwa als Verbissschutz für Bäume.

Für ihre Untersuchung zur Wirksamkeit von mentalem Training im alpinen Skisport erhielt die 17-jährige Paulina Nagl, die das St.-Irmengard-Gymnasium Garmisch-Partenkirchen besucht, den ersten Preis im Fachgebiet Biologie.Hannah Schnaidt (20) ging in ihrem Projekt der Wirkung menschlicher Steroidhormone auf Pflanzen nach. Für ihre Arbeit wurde sie mit einem ersten Preis im Fachgebiet Biologie ausgezeichnet.

In der Sparte „Schüler experimentieren“ haben vier Teilnehmer mit insgesamt vier Projekten aus den Fachgebieten Arbeitswelt, Physik und Technik einen ersten Platz belegt und damit das Ticket für den bayerischen Landeswettbewerb gelöst. Anna Achatz (14) vom Marien-Gymnasium Kaufbeuren hat im Fachgebiet Arbeitswelt einen ersten Preis gewonnen. Sie hat untersucht, inwieweit sich nachträglich eingebaute Lärmschutzdecken auf die Akustik in Klassenzimmern auswirken.

Über einen ersten Preis im Fachgebiet Physik freut sich Timo Greppmayr (13) vom Graf-Rasso-Gymnasium Fürstenfeldbruck. Er untersuchte den Einfluss der Holzfeuchte auf die Bruchfestigkeit von Fichtenholzbrettern.

Marius Hörig (14) hat einen Getränkeautomaten gebaut, der sich per Sprachsteuerung bedienen lässt. „Bibexxa 1030“ befüllt Gläser und Becher auf Kommando zuverlässig mit der gewünschten Getränkesorte. Die Jury würdigte seine Leistung mit einem ersten Preis im Fachgebiet Technik.

Ein weiterer erster Preis im Fachgebiet Technik ging an Leonhard Bandilla vom Gymnasium Starnberg. Der 14-jährige Schüler hat einen Laserbelichter für Leiterplatten gebaut, die zur Herstellung elektronischer Geräte benötigt werden.

Für die Schüler aus dem Schongauer Land reichte es heuer nur für den zweiten Platz. Michael Bernert (12) von der Pfaffenwinkel Realschule erhielt für „OTS Opas Tabletten Sortierer“ den zweiten Preis im Themenbereich Arbeitswelt bei Schüler experimentieren. Paula Schindele und Regina Schmid vom Welfengymnasium freuen sich ebenfalls über einen zweiten Preis im Fachbereich Mathematik/Informatik. Für ihren LED-Bildschirm erhielten sie zusätzlich einen Sonderpreis und damit ein Jahresabonnement von ct – Magazin für Computertechnik.

Alle Sieger der Regionalentscheide werden bei den bayerischen Landeswettbewerben antreten. Diese finden vom 31. März bis zum 2. April in München („Jugend forscht“) sowie vom 2. bis zum 3. April in Regensburg („Schüler experimentieren“) statt. Hoerbiger ist seit 16 Jahren Pate und Sponsor für ’Jugend forscht’ und ’Schüler experimentieren’ im Voralpenland.

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