Schnee-Spektakel geglückt

Waghalsige Stunts mit dem Kanapee

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Das Schnee-Spektakel am Schnaidberg ist nach drei Jahren Abstinenz endlich wieder geglückt - und war ein voller Erfolg.
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Das Schnee-Spektakel am Schnaidberg ist nach drei Jahren Abstinenz endlich wieder geglückt - und war ein voller Erfolg.
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Das Schnee-Spektakel am Schnaidberg ist nach drei Jahren Abstinenz endlich wieder geglückt - und war ein voller Erfolg.

Peiting – Drei Jahre lang mussten die Mitglieder der Peitinger Landjugend in puncto Kanapeerennen in Abstinenz leben. Der Wille war da, der Schnee in weiter Ferne. Dieses Jahr will Frau Holle alles wieder gut machen. In voller Wucht rieselten ihre Flocken auf die Wiesen am Schnaidberg. Fast zu viel. Aber das Team um Vorstand Martin Skalitza gibt den Schneemengen einen Schuss vor den Bug und legt sich gewaltig ins Zeug. Mit Erfolg. Das 12. Kanapeerennen hat wieder die Zuschauer begeistert.

Die Vorarbeiten der letzten Tage waren gewaltig. 40 bis 50 Mann der Landjugend waren im Einsatz, um das Spektakel stattfinden zu lassen. Und zwar unbedingt am ersten Termin. Die Absagen der letzten drei Jahre steckt noch tief in den Knochen. Vor allem das Herrichten der Parkplätze forderte Zeit und Geduld. Die brachten Florian Barnsteiner und Tobias Deininger auf, die mit Bulldog und Gummiwalze Marke Eigenbau stundenlang die großen Schneeflächen planierten. Die eingelagerten Bretter für die Bahnbegrenzungen und Schanze mussten aufgeladen, angekarrt und angebracht werden. „Alle haben großartig angepackt“, erzählt 1. Vorsitzende Gabi Stöger, die im Organisationszelt mit Melanie Erhald wirbelt. „Bis Samstag hatten wir schon zwölf Meldungen von Teilnehmern“, so Melanie, die für Start- und Ergebnislisten zuständig ist. Auch die „Helfer vor Ort“ und der Rettungsdienst des Roten Kreuzes haben ihr Zelt aufgebaut.

Tag X. Sie rücken an. Im Gepäck die guten gepolsterten Stücke, die einst im Wohnzimmer der Blickfang waren. Und dann noch die Renn- und Flugmaschinen. Zuschauer wandern an. Teils zu Fuß, teils mit dem organisierten Shuttle-Bus. Der präparierte Parkplatz verwandelte sich durch den Schneeregen in ein Sumpfloch.

Schweißtropfen und Muskelkraft zu Beginn. Die Flugmaschinen müssen zum Start geschoben werden. Gute 234 geschätzte Meter, bei 74 Metern Höhenunterschied. So lässt es Gerhard Schäller, das lauteste Mikrofon der Marktgemeinde auf zwei Beinen, verlauten. Und begrüßt dabei die 13 Mannschaften und von ihm geschätzten 2.000 Zuschauer, die sich links und rechts der Rennbahn aufgereiht haben.

Startschuss. Die „Goaßn –Racer“ aus Böbing eröffnen mit einem eindrucksvollen Sprung über die Schanze. Gefolgt vom „Magie – Ross Schlitte“ der Peitinger Feuerwehr. Die neue Drehleiter in Leichtbauweise hat fatale Folgen. Bandenberührung, die Schanze bremst, Zuschauer müssen schieben. Flotter kommen die „5 vs Cäsar“ aus Epfach an. Zumindest bis über die Schanze. Einstechen im Schnee, Salto des Piloten. Die „Altenstädter Casting Couch“ folgt. Mit Volldampf und perfektem Flug. Der „SV Lauterbach mit am gmiatlichen Obend“ macht es nach. Dank Getränkesponsor gut in Fahrt. Dann der Flug des Tages: Die „Nature Boyz“ aus Forst müssen Düsen im Hinterteil haben. Noch dazu mit perfekter Landung. Das Publikum am Rande tobt.

Hemdsärmelig und mit lockeren Latzhosen kommen die Piloten der Hauser Hiddn mit dem „Bob der Baumeister“ an. Mehrere Kasten „Augustiner“ als Gegengewicht sind das Erfolgsrezept. Farblich kunterbunt mit flatterndem Kostüm schanzen die „Flying Chicken“ aus Schönberg. Dahinter „Rudi der Rammler“, besser gesagt zwei gewichtige Mannsbilder der Kleintierzüchter. Stromlinienförmig sind sie auf alle Fälle. Im Gegensatz zu den „Peitinger Dampfschlossern“. Eine eisenharte Truppe, die neben rauchender Esse, Amboss und eisernen Gewändern viel Gewicht auf die Kufen bringen. Die „Blaue Couch“ verliert ihr Blaulicht, die „Rennsau von der Lexe“ macht‘s besser. Am Schluss werden Erinnerungen geweckt. „50 Jahre Bergwerkschließung Peiting“. Der Hunt noch einmal voll beladen, übersteht die Schanze. „Glück auf, Landjugend, habt Ihr wieder super gemacht!“

Hans-Helmut Herold

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