Von der Karmeliterstraße an den Marienplatz:

Neue Adresse für Heimerer in Schongau

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Leerstand in prominenter Lage: Bis 2014 unterhielt die HypoVereinsbank hier eine Filiale, künftig hat die Heimerer Schule Schongau im Gebäude Marienplatz 4 ihre Heimat.

Schongau – Der Umzug der Heimerer Schule Schongau von der Karmeliterstraße an den Marienplatz rückt näher. In der dortigen Hausnummer 4 soll der Leerstand damit der Vergangenheit angehören. Der Bau- und Umweltausschuss stimmte dem Antrag am Dienstag einstimmig zu.

Bereits 2014 hatte die HypoVereinsbank ihre Kundenberatung am Standort Schongau aufgegeben, 2015 war auch mit der SB-Zone Schluss. Dass der Einzug der Heimerer Schule am Marienplatz wieder für „richtig Leben“ sorgen werde, hofft Stadtbaumeister Sebastian Dietrich. „Wir können in jeder Hinsicht froh sein“, rechnet auch Kornelia Funke (CSU) mit einer belebenden Wirkung für den Marienplatz.

Zwei Klassen zu je 25 Schülern sollen im ehemaligen Bankgebäude künftig unterrichtet werden, hieß es in der Sitzung. Dazu kommen Lehrer und Verwaltungsmitarbeiter, die sich der Ausbildung und Umschulung der Pflegefachmänner und -frauen sowie der Pflegefachhelfer widmen. „Es können auch mal drei Klassen vor Ort sein“, erklärt Schulleiter Florian Bentenrieder auf Nachfrage des Kreisboten. Die Klassengröße variiere stark, vorherrschende Organisationsform sei der Block­unterricht.

Drei Schulungsräume – je einer in Erd-, Ober- und zweitem Obergeschoss – werden am Marienplatz 4 eingerichtet, dazu kommt ein Pflege-Ausbildungsraum sowie Verwaltungs- und Nebenzimmer. Am Maß der baulichen Nutzung tue sich wenig, schildert Dietrich: An vier neue Schleppgauben, eine größere Dachterrasse und zwei kleine Balkone muss sich das Auge des Altstadtbetrachers gewöhnen. Der Bedarf an errechneten 23 Stellplätzen werde durch den anrechenbaren Bestand gedeckt, so der Stadtbaumeister. „Ein tolles Vorhaben“, fasst Bürgermeister Falk Sluyterman seine Sicht zusammen.

Einzug im Sommer

Unklar sei noch der zeitliche Ablauf, bis wann der Umzug vonstatten geht, erklärte Dietrich auf Nachfrage Funkes. Der grobe Plan sehe vor, Ende 2020 mit dem Umbau zu starten und die Räume am Marienplatz im Sommer 2021 zu beziehen, zeichnet Bentenrieder auf.

Den Appell, schon jetzt Überlegungen zur Folgenutzung der Karmeliterstraße 4 aufzunehmen, formulierte Ilona Böse (SPD). Der sich füllende Leerstand am Marienplatz sei begrüßenswert, „aber unsere andere Immobilie wird jetzt frei“. Diese verdiene eine hochwertige Gestaltung. „Wir bleiben dran“, versprach Stadtbaumeister Dietrich. Aktuell gehen die Gedanken in Richtung Wohnen oder Schulungen.

ras

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