Gefährliche Ausfahrten

Kein Einvernehmen für Bauvorhaben in der Sankt-Sebastian-Straße

Zu viele Einfahrten auf die Benefiziumstraße lehnte der Bauausschuss ab. Eine Erschließung über die Sankt-Sebastian-Straße (rechts im Bild) kommt aber auch nicht in Frage.
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Zu viele Einfahrten auf die Benefiziumstraße lehnte der Bauausschuss ab. Eine Erschließung über die Sankt-Sebastian-Straße (rechts im Bild) kommt aber auch nicht in Frage.
  • Astrid Neumann
    VonAstrid Neumann
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Schongau – Einem Bauvorhaben in der Sankt-Sebastian-Straße hat der Bauausschuss erneut sein Einvernehmen verweigert. Grund für die knappe Ablehnung war hauptsächlich die Stellplatzsituation.

Bereits im April hatte das Gremium dem Bauantrag für das Grundstück an der Sankt-Sebastian-Straße 2 mehrheitlich das gemeindliche Einvernehmen versagt. Nun legte der Bauherr eine geänderte Planung mit Reduzierung der Baumasse vor.

Geplant ist der Anbau eines Mehrfamilienhauses mit drei Wohneinheiten sowie die Errichtung von zwei Garagen und der Ausbau einer dritten Wohneinheit im Dachgeschoss des bestehenden Wohngebäudes. Grundsätzlich wäre die Planung in dem allgemeinen Wohngebiet zulässig, so Stadtbaumeister Sebastian Dietrich. Die erforderlichen Stellplätze werden auf dem Grundstück nachgewiesen. Auch die Nachbarunterschriften liegen vor.

Als „lieblos“ bezeichnete Ilona Böse (SPD) die Planung. Es sei viel zu viel auf dem Grundstück vorgesehen. „Ich kann dem nicht zustimmen“, sagte sie vor allem auch im Hinblick auf die Stellplatzsituation. Diese sollen über die Benefiziumstraße erschlossen werden. Das halte sie für schlicht nicht möglich und verwies auf den vielen Verkehr und die vielen Fußgänger dort. Außerdem sei dies auch noch der Weg zum Kindergarten. Böse wollte wissen, ob die Stellplätze auch über die Sankt-Sebastian-Straße erschlossen werden könnten.

Dass er das nicht für sinnvoll erachtet, machte Martin Blockhaus, im Bauamt für den Tiefbau zuständig, deutlich. Bei der Sankt-Sebastian-Straße handele es sich um eine Stichstraße, auf der das Wenden nicht möglich sei. „Die ist schwer zu befahren“, so Blockhaus.

Dietrich machte den Vorschlag, die Parkplätze um 90 Grad zu drehen, so dass nicht mehr rückwärts auf die Benefiziumstraße ausgefahren werden müsste. Ob das wirklich der Sicherheit dient, bezweifelte Stephan Hild (UWV). „Es sollte die Sache ja nicht verschlechtern“, befand er. Er finde eine breitere Ausfahrt gar nicht schlecht.

Der Vorschlag von Bürgermeister Falk Sluyterman war es, noch einmal mit dem Bauherrn zu sprechen und die Beschlussfassung zurückzustellen. Dietrich verwies auf die zeitliche Problematik. „Ich weiß, dass schon gebaut wird, aber prinzipiell ist alles möglich“, so der Stadtbaumeister.

Ein weiterer Vorschlag lautete, einen Stellplatz zu verlegen. Der Bauherr, der die Sitzung im Zuschauerraum verfolgte, signalisierte per Handzeichen, er würde da mitgehen.

Mit 4:5 Stimmen lehnte der Bauausschuss jedoch das Einvernehmen ab. Man wolle nun noch einmal in Verhandlungen mit dem Bauherrn gehen, ob ein Stellplatz von der Benefizium- in die Sankt-Sebastian-Straße verlegt werden könnte. Dann müsste er einen neuen Antrag stellen. Es könnte allerdings auch passieren, dass das Landratsamt trotz der Ablehnung durch den Bauausschuss das Einvernehmen erteilt.

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