Kein Platz für Skater?

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Das Thema Skaterplatz wird womöglich bald wieder Schongaus Stadträte beschäftigen. In der jüngsten Sitzung stellte Stadträtin und Jugendreferentin Ilona Böse (SPD) einen Antrag mit dem Ziel, einen geeigneten Platz zu finden.

„Immer wieder fragen Jugendliche unserer Stadt nach einem Skaterplatz. Es wird Zeit, dass hier endlich etwas unternommen wird“, forderte Stadträtin Böse und überreichte den dafür entsprechenden Antrag an ihre Kolleginnen und Kollegen des Stadtrates sowie an die Stadtverwaltung. Der Bedarf sei vorhanden und die Nachfrage nach dieser Art der Freizeitbeschäftigung hoch, erklärte die Stadträtin. Sie machte keinen Hehl aus ihrem Bedauern, dass inzwischen mehrere Jahre verstrichen seien, seitdem Schongau keine Skateranlage mehr habe. Diese hatte sich einst auf dem früheren Parkplatz des Lebensmitteldiscounters Aldi befunden, war aber unter anderem aufgrund vermehrter Sachbeschä- digungen an den Gerätschaften dann endgültig wieder abgebaut worden. „Ich bin der Ansicht, dass hierfür eine neue zentrale Fläche zur Verfügung gestellt und ein asphaltierter Platz, auf dem Jugendliche mit Skateboards fahren können, gefunden werden muss“, konkretisierte Böse ihr Ansinnen. Der Platz, so fuhr die SPD-Politikerin fort, solle darüber hinaus auch geeignet sein, um darauf Basketball, Feldhockey oder ähnliche Sportarten spielen zu können. Da in den vergangenen Jahren keine geeignete Fläche gefunden wurde, die bereits ausreichend befestigt ist und zugleich weitere Kriterien als Spiel- und Aufenthaltsfläche erfüllt, sei es erforderlich, einen entsprechenden Platz herzurichten. Die Jugendreferentin schlug mehrere Standorte auf dem Gebiet der Stadt vor, die ihrer Ansicht nach geeignet wären: Neben der Sportanlage an der Marktoberdorfer Straße unterhalb des Waldfriedhofes nannte sie den Gartenweg, der in die Altenstadter Straße mündet. Des Weiteren die Lechuferstraße im Bereich Wassertretanlage und Eishalle sowie das ehemalige Parkkaufgelände an der Bahnhofstraße. Diese vier Standorte müssten bis zum Frühjahr 2009 vom Bauamt auf ihre technische Machbarkeit und die zu erwartenden Kosten für das von Böse gewünschte Freizeitgelände untersucht werden. Darüber hinaus müsse der Bauausschuss anschließend über die Vorschläge der Stadtverwaltung beraten und die dafür notwendigen Finanzmittel für den Haushalt des Jahres 2009 einstellen. „Sollte im Bauausschuss keine Einigung erzielt werden, muss das Thema im Stadtrat erneut beraten werden“, drohte Böse.

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