Alles beim Alten

Keine Ampel für Kreuzung an der Blauen Sparkasse

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Im Kreuzungsbereich der Freistraße, Friedhofstraße, Bahnhofstraße und Azamstraße: Die Installation einer Ampel wird fallen gelassen. Es bleibt beim Zebrastreifen.

Peiting – Zunächst gab es die Überlegung, an der Kreuzung einen Kreisverkehr zu bauen. Doch es fehlte an Grund. Dann kam die Idee auf, eine Ampelanlage für einen sicheren Übergang zu installieren. Doch auch daraus wird nichts. Denn die Frequenz der Fußgänger, die nahe der Blauen Sparkasse die Freistraße bzw. die Bahnstraße zu überqueren, ist zu gering.

Die Zahlen dazu lieferte Marktbaumeister Fabian Kreitl. Laut einer Richtschnur macht eine Fußgängerampel an einer Straße dann Sinn, wenn es in Spitzenzeiten mehr als 450 Autos pro Stunde sind. In Peiting sind es – einer Zählung aus dem vergangenen Jahr zufolge – jedoch nur 290 Pkw gewesen.

Laut Beschluss des Gemeinderates bleibt damit alles beim alten im Kreuzungsbereich, wo Freistraße, Bahnhofstraße, Friedhofstraße und Azamstraße aufeinandertreffen.

Bürgermeister Michael Asam hatte die Idee, im weiteren Verlauf der Bahnhofstraße nochmals einen Zebrastreifen aufzutragen. Er nannte dabei den Bereich vor dem Seniorenheim der Arbeiterwohlfahrt. Allerdings ist dort der Straßenverlauf nicht gerade.

Werner Hoyer von der Gebietsverkehrswacht im Bereich Schongau sagte dazu, mehr als Zebrastreifen hätten sich Überquerungshilfen bewährt. „Das sollte man überlegen.“ Sie seien vor allem älteren Menschen und Kindern eine Hilfe. Gemeinderat Herbert Salzmann brachte die Verkehrsinsel an der Ammergauer Straße in Erinnerung. Die sei gut und ein „klares Signal“ an die Autofahrer, die dort unterwegs sind.

Gemeinderat Gerhard Heiß gab zu bedenken, dass man eine Mindestbreite bei der Fahrbahn brauche, um eine Überquerungshilfe einbauen zu können. Dass die Freistraße bzw. die Bahnhofstraße dafür zu schmal sind, davon geht Marktbaumeister Kreitl aus. Zudem sollen Personen, wenn sie ein Fahrrad schieben, auf einer Querungshilfe ausreichend Platz vorfinden.

Zweiter Bürgermeister Franz Seidel meinte, über einen zusätzlichen Zebrastreifen auf der Bahnhofstraße „kann man sicher nachdenken“. Thomas Elste sprach von einem „starken querenden Fußgängerverkehr auf der Bahnhofstraße“. Michael Deibler befand, ein ergänzender Zebrastreifen sei „im Sinne der Sicherheit für Schulkinder“. Grundsätzlich sei es aber eine „Erziehungssache“, dass die Geschwindigkeit eingehalten werde. Dazu bedürfe es härterer Strafen wie in anderen Ländern. Deibler: „Da müssen wir hinkommen“.

Anderer Ansicht war da Norbert Merk. Die Freistraße und Bahnhofstraße seien eine der wenigen Achsen, wo in Peiting innerorts „noch zügig“ gefahren werden könne, sprich Tempo 50 erlaubt sei. Er war damit konträrer Meinung zu Alex Zila. Der konnte sich eine Temporeduzierung dort durchaus vorstellen. Zila erkannte zuvor, dass er schon „verwundert“ sei, wenn man jetzt von der Anfang 2019 favorisierten Ampellösung wieder abrücke. Er stimmte als einziger mit Nein.

In den Jahren von 2013 bis 2016 ereigneten sich im Kreuzungsbereich zwölf Unfälle. Eine Maßnahme war, an der Kreuzung zwei Stopp-Schilder aufzustellen. In der Zeit seit dem Jahresende 2016 hat sich lediglich ein Unfall ereignet.

Johannes Jais

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