Keine interne Einigung in Sicht – Zarges: Arbeitsgericht muss klären, ob Verhandlungen gescheitert sind

Die unterschiedlichen Aussagen von Geschäftsführung und Betriebsrat zur Vorbereitung und Abwicklung der bevorstehenden Werksschließung verhärten im Zarges-Werk Peiting die Fronten. Während der Konzern keine Chance für eine innerbetriebliche Einigung sieht und die Einigungsstelle anstrebt, kontert der Betriebsrat: Die Verhandlungen über Interessensausgleich und Sozialplan haben noch gar nicht stattgefunden.

Seit dem Schließungsbeschluss vor sieben Wochen, teilt das Unternehmen mit, habe sich die Geschäftsführung „intensiv um die Erarbeitung eines angemessenen Vorschlages bemüht, der die Interessen der ausscheidenden wie der verbleibenden Mitarbeiter berücksichtigt“. Die bisherigen Verhandlungsrunden hätten jedoch die gegensätzlichen Positionen des Peitinger Betriebsrates und der Geschäftsführung deutlich gemacht. „Nachdem die bisherigen Verhandlungen keine Chance auf eine innerbetriebliche Einigung aufzeigen konnten, strebt die Geschäftsführung nun ein Verhandlungsergebnis über eine gemeinsame Einigungsstelle an“, schlussfolgert Zarges-Sprecher Michael Bauermeister. „Das stimmt so nicht“, dementiert dies der Betriebsratsvorsitzende Werner Bäumler auf Nachfrage des KREISBOTEN. „Wir haben bisher mit der Geschäftsleitung nur Informationen ausgetauscht und keine Verhandlungen über Interessensausgleich und Sozialplan geführt. Unsere Vorschläge zur Standortsicherung sind nur teilweise diskutiert worden. Die wollen Peiting sterben lassen“, stößt es Bäumler bitter auf. Der Betriebsrat werde jetzt das Arbeitsgericht anrufen, „um feststellen zu lassen, dass die Verhandlungen noch gar nicht begonnen haben und deshalb nicht gescheitert sein können.“ Allen Hindernissen zum Trotz ist Bäumler überzeugt, „dass eine interne Einigung am Verhandlungstisch noch möglich ist“. Neun der 139 Zarges-Mitarbeiter können ihre beruflichen Weichen neu ausrichten. Wie die Geschäftsführung mitteilt, werden sie zum 1. Oktober innerhalb der Unternehmensgruppe übernommen. Weitere zehn Stellen sollen durch Mitarbeiter des Peitinger Werkes besetzt werden. Darüber hinaus stehe das Unternehmen in „intensivem Kontakt zu anderen interessierten Unternehmen der Region“, versichert Bauermeister.

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