"25 Jahre Basilikafreunde"

Da war Musik drinnen

Den Bogen vom 12. bis zum 21. Jahrhundert gespannt: Peter Paul Kulot mit den Teilnehmern der Kirchenführung.

Altenstadt – Nach einer Fülle an großen und kleinen Veranstaltungen – von einer Ausstellung bis zum Konzert mit dem Tölzer Knabenchor und vom Alpenländischen Passionssingen bis zu den Matineen mit vier Basilikaorganisten – bildete eine Kirchenführung den kleinen, aber feinen Abschluss im Jubiläumsjahr „25 Jahre Basilikafreunde“. Und da war Musik drinnen!

Denn die Kirchenführung hielt Peter Paul Kulot, der über 50 Jahre den Organistendienst in Altenstadt versah. Der 85-Jährige spielte zum Ausklang der Führung eine viel beachtete Improvisation zum Glockengeläut der Kirche St. Michael.

Gut vierzig Interessierte aus der Pfarreiengemeinschaft Altenstadt, aus Schongau und aus der Umgebung waren zu der besonderen Führung gekommen. Sogar ein evangelischer Theologe aus München lauschte aufmerksam den Erklärungen Kulots zu dem romanischen Gottes­haus, das ungefähr in der Zeit von 1170 bis 1220 nahe der römischen Straße Via Claudia Augusta errichtet worden war. Den Auftrag dazu hatte Herzog Welf VI. (+1191) wohl an einen italienischen Baumeister vergeben, dessen Name nicht bekannt ist.

Die alpenländisch-romanische Basilika St. Michael war über viele Jahrzehnte auch Stadtkirche, ehe im nahen Schongau ein eigenes Gotteshaus entstand. Kulot spannte in der Führung den Bogen von der Entstehung im 12. Jahrhundert bis zur aufwändigen Innenrenovierung, bei der 1994 das achteinhalb Meter hohe Christophorus-Fresko an der Westwand entdeckt und freigelegt wurde. 

Johannes Jais

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